Zinsrechner


Bei einer Wohnfinanzierung durch die Bank tritt immer auch eine gewisse Zinsbelastung auf. Wie hoch die ist, kann man entweder bequem online oder auch selbst mit einer einfachen Formel berechnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der online Kreditrechner hilft dabei, die passende Kreditsumme oder Monatsrate zu ermitteln.
  • Der Zinssatz ist der vereinbarte Prozentsatz pro Jahr, den ein Kreditnehmer für geliehenes Geld zu zahlen hat.
  • Die Zinsen wiederum sind Euro-Beträge, die sich aus dem Zinssatz p.a. und der Restschuld errechnen.
  • Bei variabel verzinsten Krediten kann man die Entwicklung nicht voraussagen.

Zinsen oder Zinssatz

Der Zinssatz ist ein Prozentsatz und in der Regel ist das die bekannte Größe, über die man die Zinsen berechnen kann. Die Zinsen selbst sind Euro-Beträge, die sich aus der Gesamtschuld und dem Zinssatz errechnen lassen. Der Zinssatz wiederum wird bei Abschluss des Kreditvertrages festgehalten. Allerdings muss man hier zwischen fixem und variablem Zinssatz unterscheiden. Während der fixe über die Laufzeit (oder einen Teil davon) gleich hoch bleibt, ist der variable Zinssatz vom EURIBOR abhängig. Das heißt, jener Zinssatz, der im Kreditvertrag niedergeschrieben ist, gilt nur bis auf Widerruf. Daher kann man bei einem variabel verzinsten Kredit auch nicht von vornherein sagen, wie hoch die Zinsen für den Kredit ausfallen.

Zinsrechner – die Formel

Wer selbst seine Zinsen berechnen will, kann das mit einer ganz einfachen Formel tun. Dazu braucht man den noch offenen Kreditbetrag und den aktuellen Zinssatz. Wichtig ist, dass wirklich immer die aktuellen Zahlen herangezogen werden. Denn der noch offene Kreditbetrag verringert sich von Monat zu Monat und mit ihm die Zinsen. Diese berechnen sich immer von der verbleibenden Restsumme. Auch der Zinssatz, falls variabel, muss aktuell sein, um eine korrekte Darstellung der Zinsen zu erhalten. Der Zinssatz ist pro Jahr angegeben, das erkennt man daran, dass dahinter immer p.a. (per annum) steht. Um die monatliche Zinsbelastung zu erhalten, muss man die Zinsen daher durch zwölf rechnen.

Monatliche Zinsen = (Kreditbetrag x Zinssatz) ÷ (100 x 12)

Nominalzinssatz oder effektiver Jahreszinssatz

Oben angeführte Formel kann jeder Kreditnehmer entweder mit den Nominalzinssatz oder dem Effektivzinssatz ausrechnen. Dadurch erhält man aber zwei gänzlich unterschiedliche Ergebnisse.

  • Berechnung der Nominalzinsen

    Die Nominal- oder Sollzinsen sind die „nackten Zinsen“. Diese inkludieren keinerlei weitere Kosten, die mit dem Kredit in Zusammenhang stehen. Diese Nominalzinsen setzen sich aus dem Referenzzins und dem Bankenaufschlag zusammen. Mehr ist darin nicht enthalten.

  • Berechnung Effektivzinsen

  • Wer in obige Gleichung den Effektivzinssatz einsetzt, erhält die monatlichen Kosten, die der Kredit verursacht. Sprich, alles, was über die Tilgung der Finanzierungssumme hinausgeht. Das inkludiert neben den Zinsen auch die Bearbeitungsgebühr, die Schätzgebühr, die Eintragungsgebühr ins Grundbuch und auch eine eventuell fällige Kreditausfallversicherung. Wie auch für den Nominalzinssatz gilt hier: Der im Kreditvertrag angegebene Effektivzinssatz bezieht sich auf den bei Abschluss gültigen EURIBOR-Wert. Bei einem variabel verzinsten Kredit kommt es zu Schwankungen.

Online Zinsrechner

Jeder Kreditnehmer sollte sich schon im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie hoch die monatliche Belastung durch den Kredit überhaupt sein darf. Wie aber weiß man nun, wie hoch die Monatsraten bei einer bestimmten Finanzierungssumme ausfallen? Dafür gibt es ganz einfach online Tools, die helfen, mittels Eingabe von Kreditbetrag, Zinssatz und Laufzeit, die Annuitäten zu errechnen. Hier geht es zum online Zinsrechner: https://www.optifin.at/wohnkreditrechner.

Zwei Reiter, zwei Ergebnisse

Während man in der ersten Rechnung die monatliche Belastung bei einer gewissen Finanzierungssumme berechnen kann, hilft der zweite Reiter festzustellen, wie hoch der Kredit sein darf, um innerhalb der zumutbaren Monatsraten zu bleiben.

Gesamtsumme aller Zinsen berechnen

Es ist auch interessant, zu sehen, wie viel an Zinsen über die gesamte Laufzeit überhaupt anfallen. Auch dies lässt sich ganz einfach berechnen. Dazu muss man nur bei der kreditgebenden Bank um einen Tilgungsplan anfragen. Diese muss die Bank auf Nachfrage jederzeit zur Verfügung stellen. Der Tilgungsplan wiederum schlüsselt für die gesamte Laufzeit sämtliche Zahlungen in „Tilgungsanteil“ und „Zinsen“ auf. Daher braucht man einfach die Spalte mit den Zinsen zu summieren, schon erhält man die Zinsbelastung für die Laufzeit. Auch hier muss man wieder bedenken, dass die Bank die Veränderungen des Leitzinses genauso wenig voraussagen kann wie der Kreditnehmer. Daher kann es bei variabler Verzinsung zu Abweichungen kommen.


ZUSAMMENFASSUNG:

  • Zinsen sind jene Eurobeträge, die wir für geliehenes Geld bezahlen. Sie errechnen sich aus der Kreditsumme und dem Zinssatz. Mit einer einfachen Formel ist es möglich, die Höhe der Zinsen herauszufinden.
  • Es stehen auch online Zinsrechner zur Verfügung, die diese Rechnung für einen übernehmen.
  • Die Summe aller Zinsen lässt sich mithilfe des Tilgungsplans berechnen. Dafür muss man einfach die in der Spalte „Zinsen“ eingetragenen Euro-Beträge summieren. Achtung ist geboten bei variablen Zinssätzen, da diese mit dem EURIBOR schwanken und es dadurch zu Abweichungen vom Tilgungsplan kommen kann.
  • Wer in die Formel Monatliche Zinsen = (Kreditbetrag x Zinssatz) ÷ (100 x 12) anstatt des Nominalzinssatzes den Effektivzinssatz einsetzt, erhält nicht nur Auskunft über die monatliche Zinsbelastung, sondern kennt die Gesamtkosten des Kredits für diesen Monat. Es fallen nämlich über die Zinsen hinaus noch Gebühren und Spesen an.

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