Alterspension

Das Wichtigste in Kürze
  • Als versicherte Person hat man Anspruch auf die Alterspension, wenn man das gesetzliche Pensionsantrittsalter (Regelpensionsalter) erreicht hat und die Mindestversicherungsdauer erfüllt.
  • Es muss ein entsprechender Antrag beim Versicherungsträger gestellt werden, ehe eine Alterspension ausbezahlt werden kann.
  • Für Männer beträgt das Regelpensionsalter 65 Jahre. Für Frauen gelten 60 Jahre, jedoch wird dieses Antrittsalter ab dem Jahr 2024 stufenweise angehoben und somit dem Männerpensionsalter angeglichen.
    Ab 2033 gilt somit ein einheitlichen Antrittsalter von 65 Jahren.

Mit der Alterspension soll man auch im Altern, wenn man keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgeht, finanziell abgesichert sein.
Als versicherte Person hat man Anspruch auf die Alterspension, wenn man das gesetzliche Pensionsantrittsalter (Regelpensionsalter) erreicht hat und die Mindestversicherungsdauer erfüllt.

Grundsätzlich gilt: Ohne Antrag hat man keinen Anspruch auf Pension.

Es muss ein entsprechender Antrag beim Versicherungsträger gestellt werden, ehe eine Alterspension ausbezahlt werden kann. Der Pensionsantrag wird bei dem Versicherungsträger gestellt, bei dem man in den letzten 15 Jahren überwiegend versichert war.

Mit welchem Alter man die Pension antreten kann, hängt davon ab, wann man geboren wurde. Je nach Geburtsjahrgang unterscheiden sich auch die Anspruchsvoraussetzungen für die Pension.

Antrittsalter für die Pension

Für Männer beträgt das Regelpensionsalter 65 Jahre. Für Frauen gelten 60 Jahre, jedoch wird dieses Antrittsalter ab dem Jahr 2024 stufenweise angehoben und somit dem Männerpensionsalter angeglichen. Ab 2033 gilt in Österreich somit ein einheitlichen Antrittsalter von 65 Jahren.

  • Ist man als Frau vor dem 1.12.1963 geboren, kann man noch mit 60 Jahren in Pension gehen.
  • Ist man nach dem 2.6.1968 geboren, hat man mit 65 Jahren Anspruch auf den Pensionsantritt.
Für die Jahrgänge zwischen 1963 und 1968 gelten folgende Antrittsalter:
GeburtsdatumPensionsalter
bis 1.12.196360
2.12.1963 bis 1.6.196460,5
2.6.1964 bis 1.12.196461
2.12.1964 bis 1.6.196561,5
2.6.1965 bis 1.12.196562
2.12.1965 bis 1.6.196662,5
2.6.1966 bis 1.12.196663
2.12.1966 bis 1.6.196763,5
2.6.1967 bis 1.12.196764
2.12.1967 bis 1.6.196864,5
ab 2.6.196865

Notwendige Versicherungszeiten für die Regelpension

Man kann in Regelpension gehen, wenn man am Stichtag mindestens 180 Versicherungsmonate (15 Jahre) erworben hat. Mindestens 84 Versicherungsmonate (sieben Jahre) müssen davon aufgrund einer Erwerbstätigkeit erworben worden sein. Es gelten zusätzliche Regeln für Personen mit Versicherungszeiten vor 2005.

Ebenfalls als Zeiten der Erwerbstätigkeit gelten:

  • Zeiten der Familienhospizkarenz
  • Zeiten der Selbst- und Weiterversicherung zur Pflege eines nahen Angehörigen ab der Pflegestufe drei
  • Zeiten der Selbst- und Weiterversicherung zur Pflege eines Kindes mit Behinderung

Berechnung der Pension in Österreich

Für Personen, die ab dem 1.1.1955 geboren wurden und nach dem 31.12.2004 erstmals Versicherungszeiten erworben haben, gilt das Pensionskonto.

Um die Pension zu berechnen, wird die Summe aller Beitragsgrundlagen in einem Jahr gebildet. Diese Summe wird dann mit 1,78 Prozent multipliziert und bildet somit die erste Teilgutschrift.
Die Teilgutschrift wird jährlich aufgewertet und mit der Teilgutschrift aus dem Folgejahr addiert. Alle Teilgutschriften bilden in Summe die Gesamtgutschrift. Will man die Bruttopension berechnen, teilt man die Gesamtgutschrift durch 14.

Ist man nach dem 1.1.1955 geboren und hat man bis 31.12.2004 mindestens einen Versicherungsmonat nach dem alten Recht erworben, hat man 2014 eine Kontoerstgutschrift erhalten. Man führte dafür alle Versicherungsmonate und Ansprüche, die bis Ende 2013 erworben wurden, zusammen und übertrug diese bis spätestens 31.12.2014 auf das Pensionskonto.
Die Kontoerstgutschrift bildet damit die erste Teilgutschrift zur Berechnung der Pension. Alle Pensionsansprüche, die man danach erwirbt, werden nach dem Neurecht des Pensionskontos berechnet.

In der Pension weiterarbeiten

Alterspension
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Ist man in Pension, hat aber noch keine Lust auf Ruhestand, besteht die Möglichkeit, weiter arbeiten zu gehen. Nur weil man Pension bekommt, heißt das also nicht, dass man vollständig aufhören muss zu arbeiten.
Neben der Pension kann uneingeschränkt weitergearbeitet werden ohne mit Abschlägen in der Pensionshöhe rechnen zu müssen.
Genau im Gegenteil: Bezieht man schon Regelalterpension und ist weiterhin erwerbstätig, bekommt man eine besondere Höherversicherung und erhöht damit die Pension.

Es besteht aber auch die Möglichkeit die Pension “aufzuschieben”. Ist man bereits Regelalterpension, beantragt die Pension aber nicht, erhält man für jedes Jahr weiterer beruflichen Tätigkeit 4,2 Prozent zur Pension.
Diese weitere Einzahlung bewirkt zusätzlich zur Bonifikation eine Erhöhung der Beitragsgrundlage. Das führt unterm Strich zu einer Pensionserhöhung von etwa zehn Prozent.

Im Falle eines Pensionsaufschubes wird der Beitragssatz für die Pensionsversicherung zudem von 10,25 Prozent auf die Hälfte, also 5,13 Prozent, reduziert. Für Arbeitgeber reduziert es sich von 12,55 Prozent ebenfalls auf die Hälfte, also 6,3 Prozent.
Für Arbeitnehmer erhöht sich dadurch das Nettoeinkommen und für Arbeitgeber reduzieren sich die Lohnnebenkosten.

Christina Weiß

Christina Weiß

Als ausgebildete Marktkommunikatorin befasst sich Christina seit einigen Jahren intensiv mit der Erstellung von optimalen Inhalten. Im Besonderen spezialisierte sie sich dabei auf das Texten von Finanz- und Rechtstexten, bei welchen ihr das wirtschaftliche Interesse, eine schnelle Auffassungsgabe und ihre klar strukturierte Arbeitsweise zugute kommen.

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