Fixkosten reduzieren im Haushalt

Das Wichtigste in Kürze
  • Seine Fixkosten zu vergleichen war noch nie so einfach wie heute
  • Der Stromanbieter-Wechsel hilft, bis zu 300 Euro jährlich zu sparen
  • Viel Sparpotenzial bietet ein Versicherungsvergleich
  • Kredit umschulden kann sich lohnen
  • Mit dem Wechsel des Internetanbieters bleiben bis zu 250 Euro mehr in der Haushaltskasse
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Ein Tarifwechsel des Internetanbieters kann einiges an unnützen Kosten sparen. Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 91139948 Copyright: style-photographs

Viele Haushalte geben Monat für Monat unnötig viel Geld aus. Geld, das man bei umsichtiger Planung für angenehmere Dinge, beispielsweise für Urlaub und Freizeit, ausgeben könnte. Dabei braucht es nicht viel, um seine Fixkosten im Haushalt zu reduzieren. Das Einzige, das man benötigt, ist etwas Zeit. Für Fälle, in denen Zeit Mangelware ist, gibt es ebenfalls Abhilfe.

Das Gesamteinkommen berücksichtigt die Haushaltsgröße und setzt sich zusammen aus der Bruttopension PLUS weiteren Netto-Einkünften.

Der Homo oeconomicus ist ein rational entscheidendes Wesen, das nach dem größten Nutzen bei geringsten Kosten strebt. So beschreibt die Wirtschaftswissenschaft einen Menschen, der die Nutzenmaximierung zu seinem wesentlichen Ziel erklärt.
Die Realität sieht jedoch meist ganz anders aus. Jeden Tag treffen wir Entscheidungen, die alles andere als rational zu erklären sind. Früher sah man dafür die Informationsarmut als das Hauptproblem an. Durch die Möglichkeiten des Internets gilt diese Ausrede aber nicht mehr.

Welche Probleme existierten früher beim Vergleichen?

Früher, als es das Internet noch nicht gab, war es eine zeitaufwändige Aufgabe, Angebote untereinander zu vergleichen. Sparer mussten tage- und wochenlang Infomaterial wie Flyer und Broschüren sammeln und die enthaltenen Informationen aufwändig per Hand sortieren, um sie danach gegenüberstellen zu können. Oft war nach stundenlanger Rechnerei noch immer nicht klar, welcher Anbieter nun wirklich kosteneffizienter ist, da die Aufstellung der Kosten und der darin enthaltenen Leistungen unübersichtlich war.

Wie lässt sich Sparpotential schnell identifizieren?

Heute erledigen Rechner im Internet diese ehemals mühevolle Arbeit. So identifiziert man heute in den unterschiedlichsten Bereichen der Haushaltsführung blitzschnell zahlreiche Sparpotentiale:

  • Rechner für den Stromvergleich
  • Versicherungsrechner
  • Kreditrechner
  • Rechner für den Vergleich von Internetanbietern

Stromanbieter vergleichen

Den Stromanbieter zu wechseln kann die jährlichen Fixkosten um bis zu 300 Euro senken. Ein guter Grund, sich intensiver mit dem Thema zu befassen. Neben Verbund, EVN oder Energie Steiermark gibt es in Österreich viele weitere Anbieter, die Neukunden interessante Angebote machen.

Versicherungen vergleichen

Gerade bei den Versicherungen lohnt sich der Vergleich. Sich vor der Unterzeichnung Zeit für einen Vergleich zu nehmen, zahlt sich auf jeden Fall aus.

Zu einer vernünftigen Haushaltsführung gehört die regelmäßige Kontrolle aller vorhandenen Versicherungspolicen. Bei all den verschiedenen Policen und Prämien wird Monat für Monat sehr viel Geld verschenkt. Versicherungen sorgen nämlich trotz jährlicher Prämien für einen Großteil der Fixkosten.

Um bereits vorhandene Versicherungen zu checken, reicht der Versicherungsrechner im Internet jedoch in vielen Fällen nicht. Es gilt viel eher, sich die richtigen Fragen zu stellen, mit deren Beantwortung es möglich ist, auch größere Löcher im Haushaltsbudget zu stopfen:

  • Werden die richtigen Risiken abgedeckt?
  • Wie hoch sollte die Deckungssumme wirklich sein?
  • Besteht eine Überversicherung wegen zu vieler Bausteine?
  • Welche Bausteine verursachen die meisten Mehrkosten?
  • Wie muss das Auto / die Wohnung / meine Gesundheit tatsächlich versichert sein?
  • Ist eine Indexanpassung tatsächlich zielführend?

Zugegeben – die Beantwortung dieser Fragen kostet Zeit: Zeit, die man als Arbeiter oder Angestellter oft nicht hat. In diesem Fall holt man sich am besten Unterstützung vom Fachmann. Professionelle Hilfestellung bietet hier ein unabhängiger Versicherungsmakler. Er ist keiner bestimmten Versicherungsgesellschaft verpflichtet, und wird nur in Ihrem Auftrag aktiv.

Bei der Autoversicherung lassen sich die Fixkosten stark reduzieren. Das jährliche Einsparungspotential beläuft sich auf mehrere hundert Euro pro Jahr.

Kredit vergleichen

Bei einem Thema wie der Aufnahme eines Kredits sollte man nicht zu vorschnell handeln. Auch dann nicht, wenn man meint, DAS Traumhaus schlechthin gefunden zu haben. Ein Hauskredit gehört gut durchdacht und erst dann unterzeichnet, wenn man sich seiner Sache ganz sicher ist.

Aber auch bei einem laufenden Kredit lohnt es sich, genauer hinzusehen. Besonders bei langfristigen, älteren Krediten, die vor dem Jahr 2010 aufgenommen wurden, gibt es aufgrund der Zinsveränderung am Kapitalmarkt ein nicht zu verachtendes Einsparungspotenzial. Auch in diesem Fall greift man am besten auf einen unabhängigen Profi zurück, der nur im Auftrag seines Kunden – und nicht für eine bestimmte Kreditanstalt aktiv wird. Empfehlenswert sind beispielsweise die österreichweit tätigen, unabhängigen Finanzierungsspezialisten von Optifin.

Internetanbieter vergleichen

Um den idealen Internetanschluss zu identifizieren muss man sich einige wichtige Fragen stellen:

  • Wie viele Personen nutzen den Anschluss?
  • Wie wird das Internet hauptsächlich genutzt?
  • Welche Webseiten werden verwendet?
  • Werden viele Videos auf den Computern angesehen?
  • Wird viel mit Video telefoniert?
  • Ist Streaming ein Thema?
  • Wie hoch ist das Upload-Volumen?
  • Wird eher Upload oder Download benötigt?
  • Wie häufig wird das Internet benutzt?
  • Werden auch VPNs verwendet, um sich beim Netzwerk der Arbeit einzuloggen?
  • Welche regionalen Anbieter stehen zur Verfügung?

Mit diesen Fragen stellt man fest, welche Bandbreite für das Volumen der regelmäßigen Uploads und Downloads notwendig ist. Hat man seine individuellen Antworten gefunden, zeigt ein Internetanbieter-Vergleichs-Rechner schnell eine Übersicht der günstigsten Tarife. Einen Vergleichsrechner für Haushalte in Österreich findet man beispielsweise bei www.breitbandinternetanbieter.at.

Beziehen Sie unbedingt die regionalen Anbieter in den Vergleich mit ein. In den ländlichen Gebieten haben zwar die Top-Unternehmen wie A1 oder UPC die Nase vorn, aber im großstädtischen Gebiet sieht dies ganz anders aus. Zum Beispiel bietet Wien Energie ein hervorragendes Glasfasernetz zu einem sehr guten Preis. Ähnlich sieht es auch in Innsbruck mit der ansässigen IKB aus.

Leider wird gerade bei den Festkosten für das Internet oft falsch kalkuliert. Weil vielleicht der Kabelanschluss im Paket inkludiert ist, werden viel zu hohe Bandbreiten gewählt. Aber wer nicht streamt, der braucht keine 6 Mbit Upload. Und wer nur selten HD Videos guckt, und noch seltener große Datenmengen von einem Server saugt, der braucht auch keine 30 Mbit Downloadrate. Entscheidet man sich trotzdem für so umfangreiche Datenpakete, bezahlt man monatlich gut und gerne rund 10 bis 20 Euro zu viel. Gerechnet auf einen Vertragszeitraum von 24 Monaten kann sich dies schnell auf 450 bis 500 Euro summieren.

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Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Gründer der OPTIFIN und Geschäftsführer einer Agentur hat er tagtäglich mit den Themen Immobilienfinanzierung und Finanzen zu tun. Er betreut und erstellt daher die Inhalte zu diesen Themen.

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