Sanierungskredit

 

Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Sanierungskredit handelt es sich um eine spezielle Form der Baufinanzierung für Renovierungs- oder Sanierungsvorhaben.
  • Der Kredit ist zweckgebunden, das gewährte Kapital darf demnach nur für entsprechende Maßnahmen verwendet werden.
  • Vor Abschluss eines Kredits sollte man sich umfassend informieren, Vergleiche einholen und mit einem unabhängigen Finanzierungsexperten sprechen.

Vorab gilt zu klären, dass es sich im folgenden Text nicht um einen Sanierungskredit zur Restrukturierung eines bestehenden Kredites oder einen Finanzpolster zum Ausgleich von Bonitätsproblemen handelt. Informationen zum Sanierungskredit als Mittel der Umschuldung oder einem Schweizer Franken-Kredit findet man jedoch auch auf unserem Portal. Im folgenden Text wird der Sanierungskredit als Finanzierungsmaßnahme von Renovierungs- oder Sanierungsvorhaben thematisiert

Heutzutage gilt es mehr denn je, sein den Wert seines Eigentums zu erhalten oder im besten Fall zu erhöhen. Da es sich bei Gebäuden, Häusern und Wohnungen um stabile Anlageformen handelt, sind diese für Anleger besonders interessant.

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Besitzt man bereits eine Immobilie, sollte es also im eigenen Interesse sein, dieses so gut wie möglich zu pflegen und ausgiebig zu modernisieren. Das hat nicht nur Kostenvorteile, es dient auch der Erhöhung der Sicherheit. In vielen Fällen sind bestimmte Arbeiten daher sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Was ist ein Sanierungskredit?

Unter dem Begriff Sanierungskredit versteht man in Österreich eine spezielle Form der Baufinanzierung. Er findet seine Verwendung wenn an einer bestehenden Immobilie Sanierungen vorgenommen werden sollen. Mit einem Sanierungskredit kann man also das notwendige Kapital zur Modernisierung des Eigenheims aufbringen. In diesen Fällen ist ein Baukredit meist nicht nötig.

Sanierungskredit
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Beim Sanierungskredit handelt es sich um einen zweckgebundenen Kredit. Das bedeutet, dass das Geld nur für die entsprechenden Maßnahmen an Haus oder Wohnung zu verwenden ist. Auch wenn die Verwendung des Geldes in der Regel nicht durch die Bank kontrolliert wird und man auch keine Nachweise in Form von Rechnungen vorlegen muss, wird ein Missbrauch meist von vornherein ausgeschlossen, indem ein Sanierungskredit nur an Immobilienbesitzer ausbezahlt wird.

Der Besitz der Immobilie durch den Eigentümer wird durch den Grundbucheintrag nachgewiesen. Ebenfalls wird von einigen Banken verlangt, dass der Kreditnehmer selbst in der Immobilie wohnt, nur dann wird der Sanierungskredit genehmigt.

Die Vergabe eines Sanierungskredits erfolgt zu fixen Konditionen. Während beim Immobilienkredit eine Neuverhandlung für die Abschlussfinanzierung erforderlich ist, sind beim Sanierungskredit alle Bestimmungen von vornherein festgelegt.

In der Regel liegen die Laufzeiten eines Kredits zur Sanierung zwischen einem und sieben Jahren.

Für wen ist ein Sanierungskredit geeignet?

Grundsätzlich kann jede Person, die ein Sanierungsvorhaben umsetzten möchte, einen Sanierungskredit dafür verwenden, ganz gleich ob es sich beim Kreditnehmer um eine Privatperson oder ein Unternehmen handelt.
Immobiliengesellschaften verwenden den Sanierungskredit zum Ausbau von vorhandenen Objekten, Privatpersonen nutzen den Kredit zur Sanierung ihres Hauses oder einer Wohnung.

Was kann man mit einem Sanierungskredit finanzieren?

Ein Sanierungskredit kommt in mehreren Fällen zur Anwendung. Diese wären beispielsweise:

  • Modernisierungsmaßnahmen

Ob das Einsetzen neuer Fenster, den Ausbau oder eine Sanierung des Daches.
Früher oder später fallen bei jeder Immobilie Arbeiten zur Modernisierung an, einige davon sind sogar gesetzlich vorgeschrieben. Was für den Immobilienbesitzer jedoch noch wichtiger ist, ist die Werterhaltung, bzw. Wertsteigerung des Eigentums.

  • Energiesparmaßnahmen

Gebäude, insbesondere Altbauten, unterliegen gesetzlichen Verpflichtungen zu Energiesparmaßnahmen. In eine Sanierung des Eigentums zu finanzieren, bringt auch wirtschaftliche Vorteile mit sich, da diese oftmals durch staatliche Förderungen unterstützt wird.

  • Renovierungsmaßnahmen

Beinahe in jeder Immobilie fallen im Laufe der Zeit Renovierungsarbeiten an. Diese Renovierungen haben in den meisten Fällen eine Wertsteigerung zur Folge. Renovierungsarbeiten sind beispielsweise eine Heizungssanierung, oder die Erneuerung der Fassadendämmung.

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Für diverse andere Ausgaben in Zusammenhang mit dem Eigenheim wie beispielsweise den Kauf neuer Einrichtung oder das Tapezieren gibt es eigene Renovierungskredite.

Arten des Sanierungskredites

Ein Sanierungskredit kann von verschiedenen Institutionen genehmigt werden. Daher muss in unterschiedliche Kreditarten unterteilt werden.
Grundsätzlich gibt es folgende Varianten:

  • Sanierungskredit der Sparkasse

Meist führt der erste Weg für eine Finanzierung dieser Art zu Sparkassen oder Volksbanken. Diese haben den den Vorteil günstiger Zinsbedingungen aufgrund der derzeitigen Niedrigzinsphase. Ebenfalls bieten Sparkassen einen weiten Verhandlungsspielraum, um ideale Konditionen des Vertrags zu diskutieren.

  • Sanierungskredit der AWS

Bei der AW handelt es sich um die österreichische Förderbank, diese unterstützt zahlreiche Finanzierungen- vom Bildungskredit bis zur Sanierung des Eigenheims. Die maximal beantragbare Summe liegt beim speziellen Kredit der Förderbank bei 50.000 Euro. Im vorhinein sollte mit einem unabhängigen Experten unbedingt abgeklärt werden, ob der eigene Zweck der Finanzierung förderbar ist.

  • Sanierungskredit im gewerblichen Bereich

Vor allem im gewerblichen Bereich finden Sanierungskredite oft ihre Anwendung. Durch die erhöhte Bonität eines Unternehmens, ändern sich die Zinsbedingungen sowie der maximale Rahmen von eigentlich 50.000 Euro. Die maximale Kreditsumme kann dann bis zu 25 Millionen Euro betragen.

Staatliche Förderung

Die Möglichkeit einer staatlichen Förderung ist beim Sanierungskredit ein wichtiges Thema. Rechtliche Rahmenbedingungen, um seine Sanierung zu fördern, erweisen sich als äußerst kompliziert. Möchte man sein Sanierungsvorhaben finanzieren, sollte man daher einen geschulten Experten zur Beratung aufsuchen. Dieser zeigt unterschiedliche Möglichkeiten auf, informiert welche Förderungen in Frage kommen können, wie man die idealen Konditionen ausverhandeln- und dabei sogar noch Geld sparen kann.

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Möchte man sich vor dem Gang zum Berater oder zur Bank erst selbst informieren, kann man sich online einen groben Überblick über Konditionen, Zinsen und Kosten machen. Ebenfalls kann man mit dem Rechner die ungefähren Kosten einschätzen, dies kann bei der weiteren Vorgehensweise helfen.

Christina Weiß

Christina Weiß

Als ausgebildete Marktkommunikatorin befasst sich Christina seit einigen Jahren intensiv mit der Erstellung von optimalen Inhalten. Im Besonderen spezialisierte sie sich dabei auf das Texten von Finanz- und Rechtstexten, bei welchen ihr das wirtschaftliche Interesse, eine schnelle Auffassungsgabe und ihre klar strukturierte Arbeitsweise zugute kommen.

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