Finanzierungszusage


Die schriftliche Bestätigung der Bank, dem Käufer einen Kredit in einer bestimmten Höhe zu gewähren, nennt sich Finanzierungszusage. Die Verbindlichkeit einer solchen Finanzierungsbestätigung hängt dabei von der Bank ab und ist in der Formulierung zu erkennen. In der Regel erteilt die Bank diese Zusage für den Erwerb einer bestimmten Immobilie. Seltener kommen generelle Finanzierungszusagen vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Finanzierungszusage ist eine formlose Bestätigung der Bank, dass sie bereit ist, einen Kredit für den Kauf einer bestimmten Immobilie zu gewähren.
  • Meist erhält man eine Finanzierungszusage binnen weniger Tage, während die Ausarbeitung eines vollständigen Kreditvertrags bis zu vier Wochen in Anspruch nehmen kann.
  • Der Verkäufer will vor der Vertragsunterschrift meist eine solche Zusage sehen, um sich abzusichern, aber auch für den Käufer ist es ratsam, erst die Finanzierung sicherzustellen.
  • Die Finanzierungszusage im Vorfeld beschleunigt auch die Kreditvergabe im Anschluss, da viele der Unterlagen bereits geprüft wurden.

Was ist eine Finanzierungszusage?

Nehmen wir an, eine Person findet ihre Traumwohnung und möchte diese kaufen. Ein Teil davon soll mittels Hypothekarkredit finanziert werden. Jedoch ist jene Person nicht der einzige Interessent und will daher schnellstmöglich ein verbindliches Kaufanbot abgeben. Um dies tun zu können, muss im Vorfeld natürlich die Finanzierung geklärt werden.

Das Ausarbeiten eines Kreditvertrags kann zwei, drei, in manchen Fällen sogar vier Wochen dauern. Da hilft die Finanzierungszusage. Die Bank stellt dem zukünftigen Kreditnehmer eine formlose Bestätigung darüber aus, dass sie bereit ist, einen bestimmten Betrag als Kredit zu vergeben. Oft erhält der Käufer eine solche Zusage binnen weniger Tage (ein bis fünf).

Wozu braucht man die Finanzierungszusage?

Die Finanzierungszusage hat den Vorteil, dass sie sowohl den Käufer als auch den Verkäufer absichert. Der Verkäufer hat kein Interesse daran, einem nicht zahlungsfähigen Käufer das Objekt zuzusagen. Er möchte sehen, dass der vereinbarte Betrag auch bezahlt werden kann.

Sollte das Kaufanbot oder der Kaufvertrag nachträglich platzen, müsste er sich erneut auf Käufersuche begeben und verliert dadurch Zeit und Geld. Auch der Käufer muss sich der Tatsache bewusst sein, dass ein verbindliches Kaufanbot auch tatsächlich schon rechtlich bindend ist. Daher sollte die Finanzierung unbedingt schon im Vorfeld geklärt sein. Die Finanzierungszusage spart dabei Zeit.

Die Finanzierungszusage ist kein Kreditvertrag

Zu bedenken gilt, dass die Finanzierungszusage noch kein Kreditvertrag ist. In der Regel werden zwar die wichtigsten Bonitätsfragen und Details zum Kaufobjekt abgefragt, dennoch ist es keine Garantie für die Vergabe des Kredits. Auch sind Finanzierungszusagen immer mehr oder weniger verbindlich formuliert.

Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Bestätigung keinen Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Käufers aufkommen lässt. Sonst wird der Verkäufer das Kaufanbot nicht annehmen.

Was kostet eine Finanzierungszusage?

Auch das ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Viele Banken stellen die Finanzierungszusage gratis aus. Andere verlangen dafür eine Gebühr. Wie hoch diese ist, hängt wiederum stark von der Komplexität der Anfrage ab, vor allem was die Bonität des Kreditnehmers betrifft. Für Angestellte mit fixem Einkommen ist der Aufwand überschaubarer als bei Selbstständigen, die erst Nachweise für sämtliche Einnahmen erbringen müssen.

Wie bekommt man eine Finanzierungszusage?

Die Bank stellt eine Finanzierungszusage aus, wenn der Käufer ein mögliches Kaufobjekt für sich gefunden hat. Seltener kommen generelle Finanzierungszusagen zu einem bestimmten Betrag in Frage, die von vornherein die Suche erleichtern. Gängiger ist aber, dass die Bank neben der Bonität des Kreditnehmers auch das Objekt prüft. Dafür braucht sie:

  • den Kaufpreis, damit sie daraus die Nebenkosten und somit den Finanzierungsbedarf ermitteln kann,
  • die Höhe und einen Nachweis über die zur Verfügung stehenden Eigenmittel,
  • das Exposé des Kaufobjekts und einen Grundbuchsauszug,
  • Einkommensnachweis(e),
  • häufig auch einen Vermögensnachweis.

Von der Finanzierungszusage zum Kreditvertrag

Bei entsprechend positiver Prüfung erhält man eine Finanzierungszusage meist binnen weniger Tage. Die Aufbereitung eines Kreditvertrags wiederum beansprucht oft bis zu vier Wochen. Da jedoch bei der Finanzierungszusage die meisten der benötigten Dokumente schon vorgelegt wurden, beschleunigt diese Herangehensweise oft auch die finale Kreditvergabe.

Natürlich können immer noch unvorhergesehene Details den Kreditdeal zum Platzen bringen, doch in der Regel halten Finanzierungszusagen – vor allem verbindlich formulierte – ganz gut. Erwähnenswert ist jedoch auch noch, dass die Finanzierungszusage auch für den Kreditnehmer keinerlei Verbindlichkeit bedeutet.

Sollten die Konditionen des Kredits nicht den Vorstellungen des Käufers entsprechen, so kann er immer noch das Angebot einer anderen Bank in Anspruch nehmen. Vergleichen zahlt sich auf jeden Fall immer aus. Finanzierungsspezialisten können auch dabei helfen, die besten Deals zu bekommen.


Finanzierungszusage: eine Absicherung für Käufer und Verkäufer

Eine Finanzierungszusage ist eine formlose Bestätigung der Bank, dass diese bereit ist, den Kauf einer bestimmten Immobilie mittels Kredit zu finanzieren. Der Verkäufer wird eine solche Bestätigung verlangen, bevor der Kaufvertrag unterschrieben wird und auch der Käufer ist gut beraten, kein verbindliches Angebot ohne Finanzierungszusage zu legen.


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