Umzugskosten

 

Das Wichtigste in Kürze
  • Im Jahr 2018 lag die Zahl der Umzüge in Österreich bei 797.666.
  • Informationen zur Maklerprovision und einen Maklerprovisionsrechner zur Berechnung der Höhe der Zahlung findet man hier.
  • Lebt man in Österreich, ist man verpflichtet, seinen Wohnsitz beim jeweiligen Melde-oder Gemeindeamt anzumelden.

Jeder Mensch zieht im Laufe seines Lebens um und wechselt sein Eigenheim. Dass Umzüge nicht nur viel Zeit und Nerven, sondern auch Geld kostet, ist allgemein bekannt. Viele wissen jedoch nicht, dass diese Kosten steuerlich absetzbar sind. Welche Kosten bei einem Umzug allgemein auf Sie zukommen, und welche Sie steuerlich geltend machen können, erfahren Sie hier.

umzugskosten-oesterreich
Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 235686451 Copyright: Andy Dean Photography

Allgemeine Umzugskosten

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Kosten eines Umzugs beeinflussen. So spielen die Umzugsstrecke, die Neuanschaffungen, der Mietpreis, eventuelle Provisionen oder die Renovierungskosten eine Rolle. Versuchen Sie diese bereits im Vorhinein zu notieren, damit Sie später keine finanzielle Überraschung erleben.

Bereits vor einem Umzug entstehen für Sie Kosten. Sie müssen die neue Wohnung gegebenenfalls renovieren, eventuell eine Maklerprovision entrichten und Umzugskartons erwerben. Erkundigen Sie sich auch, ob Sie eine Reservierung eines Halteverbots benötigen. Diese ist kostenpflichtig und muss bei der zuständigen Verkehrsbehörde beantragt werden. Die Kosten hierfür sind unterschiedlich.

Während des Wohnungswechsels kommen Rechnungen von Umzugsunternehmen oder eines Umzugswagens auf Sie zu. Auch wenn Sie auf professionelle Hilfe verzichten, müssen Sie Verpflegungskosten der Umzugshelfer einkalkulieren. Dieser Betrag macht zirka sechs Euro pro Tag und Person aus. Je nachdem wie viele helfende Hände Sie brauchen, multipliziert sich diese Zahl dementsprechend.

Doch auch nach einem Umzug entstehen für Sie einigen Ausgaben. Sie müssen ihr Fahrzeug ummelden, den Telefonanbieter informieren, die Energieversorgung für Ihr neues Heim anmelden und einen Nachsendeauftrag einrichten. Zudem werden Sie eventuell neue Einrichtung benötigen. In diesem Abschnitt beeinflussen besonders die Neuanschaffungen den Endbetrag.

TIPP: Schließen Sie bereits vor Ihrem Umzug eine Haushaltsversicherung ab oder erkundigen Sie sich bei Ihrer aktuellen Versicherung über die Sachlage. Sollte es zu einem Schaden in der alten oder der neuen Wohnung kommen, übernimmt diesen Ihre Haushaltsversicherung. Auch Beschädigungen während des Transportes werden miteingeschlossen.

Sparen beim Umzug

Um bei Ihrem Umzug zu sparen, hilft es, einen ausführlichen Kostenplan zu erstellen oder einen Umzugsrechner zu verwenden. In diesem schlüsseln Sie die gesamten Kosten, wie Transporter, Verpackungsmaterial, Umzugshelfer, etc. auf. So können Sie sehen, wie viel Ihnen der Umzug ungefähr kosten wird. Mit folgenden Tipps sparen Sie noch zusätzlich:

  • Bananenschachteln statt teuren Umzugskartons zu benützen, spart viel Geld. Diese Schachteln bekommen Sie in jedem Lebensmittelgeschäft gratis ohne viel Aufwand.
  • Es ist sinnvoll, wenn Sie Ihre Utensilien selbst packen und dies nicht von Unternehmen machen lassen. Erstens geben sie kein unnötiges Geld für Packer aus und zweitens finden Sie Ihre Sachen beim Auspacken leichter.
  • Günstiger ist es auch, wenn Sie unter der Woche siedeln, da die Umzugsunternehmen am Wochenende teurer sind.
Tipp: Greifen Sie nicht auf einen Billig-Möbelpacker (2) zurück. Diese sind oft viel teurer als vermutet.

Umzugskostenrechner

Im Internet gibt es zahlreiche Seiten, die Ihnen dabei helfen Ihre Umzugskosten im Vorhinein zu berechnen. So wissen Sie bereits vor Ihrem Umzug welche Kosten in etwa auf Sie zukommen.

Diese Rechner vergleichen die Preise von qualitätsgeprüften Umzugsunternehmen und liefern Ihnen eine genaue Aufstellung. Sie geben einfach Ihre alte und ihre neue Wohnadresse ein. Schon in wenigen Sekunden erhalten Sie die gewünschten Informationen und Angebote.

WICHTIG: Bei einem Umzug von zwei Personen in eine 690 Quadratmeter große Wohnung fallen Kosten von etwa 2000 Euro an. Bei dieser Berechnung siedeln Sie in Eigenregie innerhalb eines Ortes.

Umzugsunternehmen beauftragen oder nicht?

Umzüge beinhalten nicht nur Kosten, sondern nehmen auch eine Menge Zeit, Schweiß und Nerven in Anspruch. Überlegen Sie sich, ob Ihnen genügend helfende Hände und eine Transportmöglichkeit zur Verfügung stehen. Haben Sie weder Zeit noch Lust auf Möbelschleppen, dann beauftragen Sie ein Umzugsunternehmen. Diese übernehmen alle anfallenden Arbeiten und machen Ihnen den Wohnungswechsel um einiges einfacher. Die professionellen Möbelpacker haben genügend Personal und Beförderungsmittel, um einen schnellen und reibungslosen Ablauf zu garantieren.

Umzugskosten von der Steuer absetzen

In Österreich ist es unter bestimmten Voraussetzungen möglich die entstehenden Kosten eines Umzugs von der Steuer abzusetzen.

Wenn Ihr Umzug aufgrund einer beruflichen Veränderung notwendig ist, können Sie die Ausgaben als Werbungskosten (1) geltend machen.

Unter diese Regelung muss der Eigenheimwechsel aufgrund der Dienstausübung notwendig sein. Dies ist der Fall, wenn Ihr Arbeitgeber einen Wechsel des Dienstortes vornimmt, Sie einer dauerhaften Versetzung unterliegen oder Sie eine neue Arbeitsstelle annehmen. Beim letzten Punkt ist es nur möglich die Werbungskosten bei der Arbeiterveranlagung geltend zu machen, wenn der neue Arbeitsweg unzumutbar lang ist. Haben Sie bis dato bei Ihren Eltern gewohnt, muss der Umzug aufgrund der Entfernung begründet sein.

Auch wenn Ihr Arbeitsweg durch den Wechsel verkürzt wird, haben Sie Anspruch auf die steuerliche Absetzung.

TIPP: Verwenden Sie eine Checkliste für Ihren Umzug. Da dieser eine Menge an Arbeit und Aufgaben mit sich bringt, kann hier leicht etwas übersehen werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich eine Liste vorzubereiten oder aus dem Internet auszudrucken.

Diese Kosten werden übernommen

Gehören Sie zu jener Gruppe, die einen  Anspruch auf die steuerliche Begünstigung hat, können Sie folgende Kosten absetzen:

  • Jene Handwerkerkosten, die für die De- bzw. Montage von Möbeln, Lampen, usw. anfallen.
  • Die eigenen Fahrtkosten zur Immobiliensuche und die der anschließenden Übersiedlung.
  • Die Pack- und Transportkosten.
  • Die Maklerkosten, falls Sie für die Wohnungssuche einen solchen beauftragt haben.
  • Die Mietkostenweiterzahlung nach Ihrem Auszug, die während der Kündigungsfrist für die alte Wohnung noch fällig ist.
WICHTIG: Maklerkosten können nur für Miet- und NICHT für Eigentumswohnungen abgesetzt werden.

Umzugskosten, die nicht absetzbar sind

Nicht immer sind die Kosten Ihres Umzugs absetzbar. So ist es nicht möglich, wenn Sie aufgrund beruflicher Veränderung ins Ausland ziehen. Zudem haben Sie keinen Anspruch, wenn Sie Ihren alten Wohnsitz behalten. Eine weitere Ausnahme ist die Wiederherstellung des ursprünglichen oder vertraglich festgesetzten Zustands der Immobilie. Für diese Regelung, dass die Immobilie beispielsweise mit weißen Wänden, ohne Möbel oder ähnliches hinterlassen werden muss, fallen ebenfalls Kosten an. Diese können Sie ebenfalls nicht steuerlich geltend machen.

Umzüge geschehen nicht von heute auf morgen. Sie benötigen eine gute Vorbereitung und die richtige Umsetzung. Zudem sind sie zeitintensiv und kostspielig. Überprüfen Sie daher vorher Ihr Budget und vergleichen Sie dieses mit den anfallenden Kosten. So finden Sie eine passende Lösung für Ihren bevorstehenden Wohnungswechsel.

 Quellen:

 
Österreicher gelten grundsätzlich als wenig mobil und äußerst heimatverbunden. Dieses Vorurteil stimmt so aber nicht ganz. Jährlich ziehen nämlich etwa 10% aller Österreicher um. Die Hälfte aller Personen haben sogar schon öfter als drei Mal in ihrem Leben den Wohnort gewechselt.

Es lässt sich jedoch auch sagen, dass die Befragten es nicht wirklich gern tun. So würde ein Drittel den Umzug und die damit verbundenen Aufgaben als “den blanken Horror” bezeichnen.
Nur 4% der Personen behaupten von sich, gerne umzuziehen, zwei Drittel sehen einen Umzug gelassen und finden sich mit den Umständen ab.
Auch in den verschiedenen Altersgruppen finden sich Unterschiede beim Umzug. So haben junge Erwachsene weitaus weniger Probleme damit, umzuziehen, als Personen der Generation 30+.

Im Jahr 2018 lag die Zahl der Umzüge in Österreich bei 797.666.

Bekanntlich kostet ein Umzug Zeit, Nerven und Geld. Vor allem letzteres kann jemandem große Kopfschmerzen bereiten, wenn man sich nicht umfassend informiert, rechtzeitig plant und Angebote vergleicht.
Ein bereits kostenhoher Umzug kann sich nämlich schnell in eine unüberschaubare, finanzielle Notlage entwickeln, sollte es währenddessen oder danach zu unerwarteten Kosten kommen, die man nicht berücksichtigt hat.
Im Folgenden werden die wichtigsten Kostenpunkte eines Umzugs angeführt und mit Tipps versehen, damit man bei seinem Umzug auch den einen oder anderen Euro sparen kann.

Kosten vor dem Umzug

Maklerprovision

Noch bevor man sich auf die neue Wohnung oder das neue Haus freuen und seine Habseligkeiten siedeln kann, muss die Immobilie bezahlt werden. Zum Verkaufspreis der Immobilie kommt in den meisten Fällen eine Provision für die Vermittlung der Immobilie durch einen Makler.

Auch wenn diese Provision in den meisten Fällen verhandelbar ist, und nicht so hoch ausfallen muss, wie sie meist angeschrieben ist, muss man diese Kosten natürlich in der Planung berücksichtigen. Grundsätzlich ist die Maklerprovision abhängig vom Mietpreis der neuen Immobilie, sie beträgt jedoch maximal zwei Nettokaltmieten.

Handelt es sich nicht um ein Gebäude zur Miete, sondern wird eine Immobilie gekauft, beträgt die Provision im Normalfall 5-7% der Kaufsumme. Ein Immobilienmakler kann zudem auch die 20% gesetzliche Umsatzsteuer verrechnen.

Weitere Informationen zur Maklerprovision und einen Maklerprovisionsrechner zur Berechnung der Höhe der Zahlung findet man hier.

Renovierungskosten

Renovierungsarbeiten können sowohl die neue als auch die alte Immobilie betreffen. Dabei sind die Kosten natürlich abhängig vom Aufwand der Renovierungsarbeiten. Soll in der neuen Immobilie renoviert werden, kann man eventuell mit dem Vermieter einen Nachlass der Miete aushandeln.

In vielen Fällen muss eine Wohnung oder ein Haus neu ausgemalt werden, hierbei muss man sich überlegen, ob man diese Arbeiten selbst erledigen kann, oder man eine Firma dafür engagiert. Erledigt man diese Arbeiten selbst, ist das zwar ein großer Aufwand, man spart sich aber eine Menge Geld.

Umzugskartons

Auch kleinere Umzugskosten wie diese sollten unbedingt berücksichtigt werden, da eine Anhäufung von Kleinigkeiten, am Ende auch einen beträchtlichen Betrag ausmachen können. Umzugskartons erhält man in unterschiedlichen Größen meist im Baumarkt.
Zusammen mit Verpackungsmaterial kann man für diese Kartons ca. 30 Euro pro Zimmer berechnen.

Statt Umzugskartons ist es ratsam, auf Bananenschachteln zurückzugreifen. Diese erhält man meist gratis in jedem Lebensmittelgeschäft.
Es zahlt sich ebenfalls aus, gebrauchte Kartons zu kaufen, und diese nach Verwendung durch Weiterverkauf wieder zu Geld zu machen.
Vor allem auf Tausch oder Verschenkbörsen z.B. auf Facebook finden sich immer wieder Personen, die ihre Kartons nach dem Umzug billig weitergeben oder sogar verschenken.

Zeitmanagement

Benötigt man für seinen Umzug Zeit, sollte man frühzeitig mit seinem Arbeitgeber sprechen um sich für die entsprechende Zeit Urlaub nehmen zu können.
Erledigt man den Umzug alleine, muss man sich kaum mit anderen Personen absprechen, ist jedoch ein Umzugsunternehmen involviert, sollte man so früh wie möglich mit der jeweiligen Firma in Kontakt treten. Das ist nicht nur hilfreich für die Zeiteinteilung, sondern oftmals auch günstiger. Außerdem kann in diesem Fall auch das Datum eher den eigenen Wünschen angepasst werden.

Hat man sich für ein Umzugsunternehmen als professionelle Unterstützung entschieden, stellt sich nur mehr die Frage, wann man umziehen möchte.
Auf jeden Fall sollte man sich einen Termin unter der Woche und bestenfalls in der Mitte des Monats geben lassen, da die Preise für Umzüge an Wochenenden weitaus teurer ausfallen.

Bei einem lokalen Umzug mit Hilfe eines professionellen Umzugsunternehmens kann man mit folgenden Preisen rechnen:

  • ca. 35m2 – 500 bis 1050 €
  • ca. 60m2 – 700 bis 1200 €
  • ca. 85m2 – 1050 bis 1450 €

Kosten während des Umzugs

Umzugsunternehmen

Entscheidet man sich dazu, sich während des Umzugs professionell unter die Arme greifen zu lassen, wird in der Regel ein Umzugsunternehmen zum Transport der Möbel engagiert. Hierbei sollte man rechtzeitig mit der Planung beginnen und unbedingt mehrere Angebote von Firmen einholen, diese können sich im Preis wesentlich unterscheiden!
Sehr günstige Lockangebote sollten vermieden werden, da es sich hier meist um unprofessionelle Anbieter handelt.

Viele Umzugsunternehmen schicken vorab einen Mitarbeiter zu einem Besichtigungstermin um das betreffende Gebäude anzusehen.
Im Anschluss wird ein Kostenvoranschlag erstellt. In vielen Fällen hat dieser auch direkten Bindungscharakter, weswegen man unbedingt vorsichtig sein sollte.

Holt man sich Informationen der verschiedenen Anbieter ein, sollte man folgende Fragen stellen:

  • Gibt es an Wochenenden Zuschläge?
  • Was beinhaltet ein Pauschalpreis?
  • Wird Material zur Verpackung extra berechnet?
  • Ist im Angebot eine Transportversicherung inkludiert?

Die Kosten eines Umzugsunternehmens variieren, und lassen sich schwer auf einen fixen Betrag pauschalieren. Sie richten sich nach den Örtlichkeiten, die Transportmenge, das Stockwerk von dem oder in das gesiedelt werden muss, eventuelle Montagen, Transportzeit, Entfernung der Immobilien und Fahrtgeld.
Wird ein größeres Fahrzeug zum Transport benötigt oder mehrere Arbeiter eingesetzt, summieren sich diese Punkte in der Kostenrechnung.

Zur ungefähren Orientierung kann man von Stundentarifen von 30 bis 40 Euro zwei Arbeiter und einen Klein-LKW ausgehen, bis hin zu 80 Euro die Stunde, die für 4 Mann plus LKW in einer größeren Immobilie zu verrechnen sind.

Um sich die Kosten in etwa vorstellen zu können, gibt es online Umzugsrechner, in denen man sich die ungefähren Umzugskosten mit Umzugsservice berechnen lassen kann.

Umzugswagen – LKW – Miete

Siedelt man selbst und benötigt man dafür ein größeres Transportmittel, besteht die Möglichkeit, sich bei einer Vielzahl von Miet-LKW-Anbietern einen passenden Umzugswagen auszuborgen.

Je nach Größe des Fahrzeugs, den gefahrenen Kilometern und der Ausleihdauer, variieren die Preise.
So bekommt man einen VW Caddy Kastenwagen pro Tag inklusive 500km schon ab 120 Euro, ein mittelgroßer LKW kostet für diese Dauer und Kilometeranzahl bereits mindestens 200 Euro, und ein LKW in der Größe eines MB Atego ist ab 410 Euro erhältlich.

An Angebotstarife sind meist Bedingungen geknüpft, weswegen man bei der LKW-Miete auch immer das Kleingedruckte lesen sollte.

In vielen Fällen muss man darauf achten, ob die Straßenverkehrsabgabe, und eine Vertragsgebühr im Preis enthalten sind. Es ist ratsam, auch hier Preise der Anbieter zu vergleichen, und sich im Bekanntenkreis umzuhören, ob jemand Tipps hat. Meist muss ebenfalls eine Kaution hinterlegt werden.

Verpflegung der Umzugshelfer

Hat man Helfer, die jemandem beim Umzug unterstützen, muss man ebenfalls mit Verpflegungskosten rechnen. Man kann von Kosten von ca. 6-8 Euro pro Person und Tag ausgehen.

Kosten nach dem Umzug

Anmeldung beim Gemeindeamt / Einwohnermeldeamt / Magistrat

Lebt man in Österreich, ist man verpflichtet, seinen Wohnsitz beim jeweiligen Melde- oder Gemeindeamt anzumelden.
Darum muss auch bei einem Umzug unverzüglich – innerhalb von drei Tagen nach dem Bezug – die Meldung über den Wechsel des Wohnsitzes erfolgen.

Man kann sich persönlich oder postalisch an- bzw. ummelden. Hierfür benötigt man das notwendige Meldezettel-Formular, das den Behörden zur Eingabe in das Melderegister dient.
Dieses ist neben der Meldebehörde und als Download im Internet ebenfalls in einigen Trafiken erhältlich. Für jede Person im Haushalt muss ein eigener Meldezettel ausgefüllt und eingereicht werden.
Je nach Gemeinde können bei der Anmeldung im Meldeamt Kosten von ca. zehn Euro fällig werden. Wird im Rahmen des Umzugs der Personalausweis erneuert, kostet das in der Regel ca 35 Euro.

Die Meldung muss unbedingt erfolgen, da bei Unterlassen ein Bußgeld von bis zu 500 Euro möglich ist.

KFZ- Ummeldung

Als Zulassungsbesitzer ist man im Falle eines Umzugs verpflichtet, der zuständigen Behörde innerhalb einer Woche mitzuteilen, dass man umgezogen ist.
Bleibt jedoch die Behördenabkürzung im Kennzeichen (beispielsweise “G” für Graz oder “WN” für Wiener Neustadt) gleich, muss in der KFZ-Zulassung nicht geändert werden.

Ändert sich die Behördenabkürzung im Kennzeichen durch einen Umzug, die Behörde bleibt aber dieselbe, so muss die Änderung gemeldet werden.

Beispiel

Man zieht von Wiener Neustadt anch St. Pölten.
Für beide Gemeinden ist die Landespolizeidirektion Niederösterreich als Behörde zuständig, dennoch hat Wiener Neustadt die Behördenbezeichnung “WN”, während St. Pölten ein “P” auf dem Kennzeichen hat.

Fällt eine Adressänderung an, bei der der neue Wohnsitz im Zuständigkeitsbereich einer anderen Behörde liegt, fallen die normalen Kosten einer KFZ- Zulassung an. Ist nur eine andere Behördenbezeichnung für das Kennzeichen erforderlich, fallen Kosten für die neue Gutachtenplakette und die neuen Kennzeichentafeln an.
Die Kosten für neue Kennzeichen liegen bei ca. 25€.

Nachsendeauftrag für die Post

Um sicherzustellen, dass die Post, die man erhält, nach dem Umzug nicht zur alten Wohnung geschickt wird, muss ich früh genug um einen Nachsendeauftrag der Post kümmern. Der Zeitraum der Nachsendung ist frei wählbar.
Für einen Zeitraum von bis zu 3 Monaten entstehen Kosten von ca. 12 €.

Neue Einrichtung

Handelt es sich um eine unmöblierte Immobilie, muss man sich nach dem Umzug um die Beschaffung neuer Einrichtung und Möbel kommen.
Hierbei können Umzugskosten schnell steigen, pauschal beziffern kann man die Kosten aber nicht. Viele Personen nehmen sich für die Einrichtung ihrer Wohnung oder ihres Hauses sogar einen Kredit auf, um sich die Einrichtung finanzieren zu können.

Umzugskosten von der Steuer absetzen

In Österreich besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, gewisse Umzugskosten von der Steuer abzusetzen.

Ist der Umzug aufgrund beruflicher Veränderungen notwendig, kann man diese Ausgaben als Werbungskosten in der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen.
Um Teile der Kosten steuerlich abzusetzen, sollte man unbedingt alle Rechnungen und Belege aufheben. Am besten man legt sich dafür eine Mappe an, in der man alles sammelt. So hat man nicht nur das Notwendige zur Steuerabsetzung zur Hand, sondern behält die Umzugskosten auch im Blick.

Beim Umzug steuerlich absetzbar:

  • Pack- und Transportkosten (Umzugsfirma)
  • Handwerks- und Montagekosten
  • Fahrtkosten
  • Maklerkosten

Behält man seinen alten Wohnsitz, kann man keine Umzugskosten steuerlich absetzen.

Nicht absetzbar sind ebenfalls Umzugskosten von jungen Berufsanfängern, die aus dem Elternhaus in die eigene Wohnung ziehen (außer die neue Arbeitsstelle ist so weit entfernt, dass der neue Wohnsitz erforderlich ist).

Ummeldung der Strom- und Energieversorgung

Beim Umziehen ist es von großer Bedeutung, sich rechtzeitig um den Kontakt zu seinen Strom- und Heizungsanbietern zu bemühen.
Schließlich soll beim Einzug in die neue Immobilie alles funktionieren, und in der alten alles geklärt sein, damit man nicht weiter dafür zahlt.

Am sinnvollsten ist es, direkt und vor allem pünktlich genug mit seinem Anbieter zu sprechen, um zu klären, wann in der alten Wohnung Strom und Heizung abgedreht- und in der neuen einsetzbar sein soll. Für die Abmeldung ist meist eine schriftliche Kündigung erforderlich, unter der man eine Kündigungsfrist einhalten muss.

Meist muss man beim Einzug in die neue Immobilie den Stromvertrag vom Vermieter auf sich selbst ummelden. Dabei ist es meist egal, welchen Anbieter man selbst wählt. Es kann von Vorteil sein, sich gemeinsam mit dem Vormieter um diese Angelegenheiten zu kümmern, falls es im Nachhinein zu Streitigkeiten aufgrund der Zahlung kommt.

Oftmals werden Verträge nicht richtig abgeschlossen, und bei einer eventuellen Jahresnachzahlung weiß man nicht, wer diese Kosten übernehmen soll. Ist in der neuen Immobilie noch keine Energie vorhanden, wird ein Termin zur Einschaltung gemacht.

Bei Führerscheinen und Reisepässen ist keine Neuausstellung aufgrund einer Adressänderung erforderlich!


Umzugscheckliste hilft bei der Planung

Da es fast unmöglich ist, im Umzugsstress an alle wichtigen Faktoren zu denken und um nicht den Überblick zu verlieren, was noch erledigt werden muss, bietet es sich an, im Vorhinein eine Umzugscheckliste zu erstellen.
Auf diese sollte man alles, was man beim Umzug beachten muss, schreiben, um es dann nach und nach abzuarbeiten.
Oftmals haben auch Familienmitglieder oder Personen aus dem Bekanntenkreis nutzvolle Tipps und Tricks, um den Umzug zu vereinfachen und im besten Fall auch noch Kosten zu sparen.

Christina Weiß

Christina Weiß

Als ausgebildete Marktkommunikatorin befasst sich Christina seit einigen Jahren intensiv mit der Erstellung von optimalen Inhalten. Im Besonderen spezialisierte sie sich dabei auf das Texten von Finanz- und Rechtstexten, bei welchen ihr das wirtschaftliche Interesse, eine schnelle Auffassungsgabe und ihre klar strukturierte Arbeitsweise zugute kommen.

Hinweis:

Der Artikel wurde sorgfältig recherchiert. Dennoch kann keine Haftung für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte und weiterführenden Links übernommen werden.

*Affiliate Links:

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Informationen neutral und ohne Werbezuschüsse zu recherchieren und unseren Lesern zur Verfügung zu stellen. Um das zu gewährleisten verwenden wir Affiliate Links.

Wenn Sie über diese Links surfen, erhalten wir Zuschüsse die das Portal unterstützen.