Staatsanleihen kaufen

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Anleihe ist ein Wertpapier, mit dem ein Investor einem Schuldner Geld leiht. Ist der Schuldner der Staat, dann spricht man von Staatsanleihen.
  • Die Verzinsung der Anleihe richtet sich nach der Bonität des Schuldners. Heißt: Je mehr Rendite, desto riskanter ist auch die Investition. Denn eine hohe Verzinsung setzt eine schlechte Bonität des Schuldners voraus.
  • Möchte man Aktien, Fonds oder Wertpapiere anlegen, benötigt man im ersten Schritt ein Depot. Darunter versteht man eine Art Konto, in der alle eigenen Geldanlagen aufgelistet werden. Ein derartiges Wertpapierdepot ist beispielsweise bei der DADAT Bank erhältlich oder bei der Hellobank!.

Anleihen (Synonyme: Obligationen, Schuldverschreibungen, Renten) sind eine sichere Anlageform. Wurde vor einigen Jahren noch vor Staatsanleihen abgeraten, zahlt es sich heute aufgrund der gestiegenen Anleihenkurse in einigen Fällen aus, zu investieren.

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Staatsanleihen: Eine kurze Definition

Eine Anleihe ist ein Wertpapier, mit dem ein Investor einem Schuldner Geld leiht. Ist der Schuldner der Staat, dann spricht man von Staatsanleihen.

Wie viel muss bei einer Staatsanleihe mindestens investiert werden?

Anders, als viele denken, ist diese Anlageform auch für kleine Anleger interessant. Ab einem Nennwert von 100,- Euro sind Sie dabei. Je höher der Betrag, den Sie bereit sind, zu investieren, desto mehr Rendite ist möglich.

Wie viel Rendite ist möglich?

Die Verzinsung der Anleihe richtet sich nach der Bonität des Schuldners. Heißt: Je mehr Rendite, desto riskanter ist auch die Investition. Denn eine hohe Verzinsung setzt eine schlechte Bonität des Schuldners voraus.

Was wird zum Kauf von Staatsanleihen benötigt?

Möchte man Aktien, Fonds oder Wertpapiere anlegen, benötigt man im ersten Schritt ein Depot. Darunter versteht man eine Art Konto, in der alle eigenen Geldanlagen aufgelistet werden.

Die Kosten für ein Depot unterscheiden sich stark. Erhältlich ist ein Wertpapier-Depot sowohl in Filial- als auch in Online Banken. Bei den Online Banken handelt es sich meist um Direktbanken, die das entsprechende Depot meist zu einem billigeren Preis anbieten.

Die drei Hauptarten von Staatsanleihen

  1. Festverzinsliche Anleihen
    Die Anleihe ist über den gesamten Zeitraum (z.B. 5 Jahre) fix verzinst. Das ist die häufigste Form der Anleihe.
  2. Variabel verzinste Anleihen (Floater)
    Die Verzinsung richtet sich nach einem Referenzzinssatz und wird laufend angepasst. Meist wird dafür der EURIBOR hinzugezogen.
  3. Nullkupon Anleihen (Zero-Bonds)
    Es gibt keine Verzinsung. Die Rendite entsteht durch die Inflations-Differenz.

Wann findet die Auszahlung der Zinsen statt?

In den meisten Fällen ist die Zahlung der Zinsen ein Mal im Jahr (= jährlicher Kupontermin) fällig. Auch ein viertel- und ein halbjährlicher Kupontermin ist üblich. Die Rückzahlung (Tilgung) der Anleihe erfolgt am Ende der vertraglich festgesetzten Laufzeit.

Wie hoch ist das Risiko beim Kauf einer Staatsanleihe?

Grundsätzlich werden Staatsanleihen an der Börse als eine sichere Form der Anleihe betrachtet. Trotzdem gibt es ein gewisses Risiko, dass Sie beim Kauf beachten sollten. Das Risiko variiert je nach Staatsanleihe, in die Sie investieren.

Das Risiko ist gering bei Staaten mit guter Bonität, wie beispielsweise von den USA, Deutschland oder England. Der Nachteil ist jedoch, dass Sie bei solchen Staatsanleihen aufgrund der minimalen Verzinsung mit sehr wenig Ertrag zu rechnen haben. Das wird sich so lange nicht ändern, bis die EZB (Europäische Zentralbank) die Zinsen nicht mehr künstlich niedrig hält.

Das größte Risiko ist eine Enteignung aufgrund einer Inflation. Mit der Enteignungsklausel haben die Euro-Staaten im Jahr 2013 eine Möglichkeit geschaffen, einen Schuldenschnitt ganz einfach durchzuführen. Das betrifft nicht nur alle, die in Staatsanleihen investieren, sondern auch Besitzer eine Lebensversicherung oder eines privaten Pensionssparvertrages. Durch die „Kollektive Handelsklausel“ (CAC) können europäische Staaten die Rückzahlung unter gewissen Voraussetzungen verweigern.

TIPP: Weichen Sie auf Unternehmensanleihen aus.

Weitere Risikofaktoren sind Kurs- und Zinsänderungen, Staatsbankrott sowie Währungs- und Wechselkursrisiken. Vor allem längere Laufzeiten können oft Kursschwankungen unterliegen. Im Falle eines Staatsbankrotts verlieren Sie Ihre gesamte Investition.

Wo kann man sich über aktuelle Anleihenangebote informieren?

Ihre wichtigste Quelle sollten die Ratingagenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch sein. Es gibt allerdings auch Anleihe Warnlisten, die Sie sich vor dem Kauf zu Gemüte führen sollten. Vertrauen Sie dabei nur seriösen Quellen, erkundigen Sie sich lieber doppelt und holen Sie mehrere Meinungen ein.

Quellen aus Österreich:

Bundesschatz
Österreichische Bundesfinanzierungsagentur
Österreichische Kontrollbank
Österreichische Nationalbank
Wiener Börse
Europäische Zentralbank

Von wem können Anleihen vergeben werden (Emittent)?

Als Emittent wird derjenige bezeichnet, der Wertpapiere ausgibt. Emittenten können sein:

  • Banken (Pfandbriefe, Bankanleihen)
  • Bundesländer (Länderanleihen)
  • Firmen (Unternehmensanleihen)
  • Staaten (Staatsanleihen)
  • Städte (Städteanleihen)
  • Supranationale Organisation (Weltbank)

Erste Staatsanleihe kaufen: So gehen Sie vor:

  1. Lassen Sie sich für die Entscheidung vor dem Kauf viel Zeit.
  2. Studieren Sie seriöse Finanzmagazine:
    Gesamt Europa: Wallstreet Online
    Aus Österreich: Trend und Gewinn
    Aus Deutschland: Capital und Finance
  3. Entscheiden Sie sich zwischen einer kurz-, mittel- oder langfristigen Anlage.
    Unser Tipp:  Anfangs eher zur kurzfristigen Staatsanleihe greifen. Sollten Sie dazu noch besonders auf Sicherheit Wert legen, schauen Sie sich die Tagesanleihe der Bundesrepublik Deutschland an.
  4. Eröffnen Sie ein Wertpapierdepot, dieses ist für die Verwaltung Ihrer Staatsanleihe erforderlich.
  5. Beobachten Sie die Kursentwicklung in den oben genannten Quellen.

Anleihen verkaufen: So geht´s

Es ist grundsätzlich jederzeit möglich, seine Anleihen zu verkaufen. Bedingung: Die Anleihe muss börsennotiert sein.

Anleihen aus dem Eigenbestand der Bank sind oft aufgrund fehlender Börsennotiz nicht mehr veräußerbar. Sie können mit Ihrer Anleihe unter anderem bei der Börse oder auf Wallstreet Online handeln. Es muss aber nicht gezwungenermaßen auf der Börse gehandelt werden. Dort wird nur ein kleiner Teil der Anleihen gehandelt. Beim Verkaufen der Anleihe können je nach Wertpapier-Depot Gebühren anfallen.

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Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Gründer der OPTIFIN und Geschäftsführer einer Agentur hat er tagtäglich mit den Themen Immobilienfinanzierung und Finanzen zu tun. Er betreut und erstellt daher die Inhalte zu diesen Themen.

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