Sparkonto

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Geld auf einem Sparkonto ist jederzeit verfügbar
  • Sparkonten haben eine eigene Kontonummer und sind mittels Online-Banking zu verwalten
  • Bei einem Sparkonto gibt es keine Bindung, und somit auch keine Kündigungsfrist

Die beste Möglichkeit, um sein Geld immer verfügbar zu haben, aber die Unübersichtlichkeit eines Girokontos zu vermeiden, ist ein Sparkonto. Wir haben die besten Anbieter in Österreich verglichen und zeigen, worauf man beim Abschluss achten sollte.

Was ist ein Sparkonto?

Sparkonto_Oesterreich
Es gibt einige Unterschiede unter den Sparkonten in Österreich

Sichteinlagen wie Sparkonto oder Tagesgeldkonto verwendet man da, wo man sich wünscht, über Gelder jederzeit verfügen zu können. Früher hat man dafür in den meisten Fällen mit Sparbüchern gearbeitet. Heute geht das wesentlich komfortabler. Ein Sparkonto bekommt eine eigene Kontonummer und ist damit auch mittels Online-Banking von zu Hause aus zu verwalten.

Zinsen auf Sparkonten-Einlagen

Die Taggeldzinsen sind variabel und richten sich nach dem aktuellen Zinsniveau und der Laufzeit. Aktuell kann aufgrund des Niedrigzinsniveaus mit dem maximalen Zinssatz von 2,7 % nur in absoluten Ausnahmefällen gerechnet werden. Banken nehmen die Verzinsung von Tagesgeldkonten entweder monatlich, vierteljährlich oder jährlich vor.

Es gibt Sparkonten, die täglich verfügbar sind (man kann also wie bei einem klassischen Sparbuch jederzeit beheben und einzahlen), und es gibt Sparkonten die eine fixe Laufzeit (bis zu 72 Monate / 6 Jahre) haben. Da sich die meisten Sparer für ein Sparkonto entscheiden, weil sie damit jederzeit Zugriff auf ihr Geld haben, ist das gebundene Sparkonto eher die Ausnahme.

Wer von einem gebundenen Sparkonto abhebt, muss mit Vorschusszinsen rechnen. Diese entsprechen meist einem Viertel der Guthabenzinsen. Allerdings gilt dies erst für einen Betrag ab 2.000,- EUR. Beträge darunter kann man jederzeit gratis abheben.

Die Vorteile eines Sparkontos

  • Bei einem Sparkonto gibt es keine Bindung, und somit auch keine Kündigungsfrist.
  • Ein Sparkonto ist eine sehr sichere Sparform.
  • Ein Sparkonto bzw. Tagesgeldkonto unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung.
  • Man kann jederzeit auf das Sparkonto einzahlen und abheben.
  • Neben der Kontoführung fallen keine weiteren Gebühren an. Eventuell wird jedoch eine KESt auf Zinseinnahmen fällig.

Welche Anbieter gibt es in Österreich?

Alle Haus- bzw. Filialbanken bieten mittlerweile Sparkonten an, der Vorteil hier ist, dass Übertragungen vom Girokonto auf das Tagesgeldkonto und umgekehrt meist gratis sind. Der Nachteil ist, dass man für ein Sparkonto sehr niedrige Sparzinsen erhält.

Vor Abschluss ist es sinnvoll, die Angebote von Filial- und Direktbanken zu vergleichen.

Direktbanken unterbreiten aktuell bessere Angebote. Der große Vorteil von Direktbanken ist der unbürokratische Abschluss via Internet.
Dennoch sollte man immer daran denken, dass das günstigste oder das bequemste Angebot nicht immer das beste ist. Es lohnt sich, bei der Auswahl des Sparkontos Wert auf Langfristigkeit zu legen.

Eines der günstigsten Angebote hat momentan die Santander Consumer Bank. Aber auch die ING-Diba, die Sparkasse oder die easybank haben gute Konditionen für ihre Kunden parat. Vergleiche können in manchen Fällen auch mit Online-Rechnern durchgeführt werden. Bei der Entscheidung für oder gegen ein Sparkonto kann das hilfreich sein. Unbedingt notwendig ist dies jedoch nicht. Auch ohne einen dementsprechenden Rechner kann das geeignete Sparkonto ausfindig gemacht werden, indem man die Konditionen gegenüberstellt.

So kommt man zu einem Sparkonto

Für die Einrichtung eines Sparkontos verlangen Banken in der Regel die Benennung eines sogenannten Referenzkontos; einem Girokonto, welches sich bei derselben Bank befindet, bei der man das Tagesgeldkonto abschließen möchte. Das Referenzkonto dient der Bank einerseits als Verrechnungskonto, andererseits nutzt es die Bank zur Durchführung von Transaktionen, Überweisungen und Überträgen.

Als Referenzkonto muss nicht gezwungenermaßen das Hauptkonto dienen, auch der Abschluss eines neuen Girokontos ist möglich.

Wofür lieber kein Sparkonto eröffnen?

Nicht immer ist ein Sparkonto die geeignete Geldanlageform.

  • Wer sich höhere Renditen wünscht, ist bei anderen Sparformen wie etwa bei Aktien oder einem ETF Sparplan besser aufgehoben.
  • Wer Eigenkapital aufbauen will, entscheidet sich vielleicht eher für einen zukunftsträchtigen Bausparvertrag und
  • wer sich und seine Familie mit einem Geldbetrag finanziell absichern will, der interessiert sich eher für eine Lebensversicherung.
  • Für den Zahlungsverkehr, wie er am Girokonto herrscht, ist ein Sparkonto ebenso ungeeignet.
  • Legt man das Sparkonto für eine andere Person an, ist ein Sparbuch unter Umständen die elegantere Form. Dieses kann mit einem Kennwort versehen und physisch an eine andere Person weitergegeben werden – ganz ohne jegliche Bürokratie.

Welche Einzahlungsformen gibt es?

Folgende Arten von Einzahlungen können auf einem Sparkonto getätigt werden:

  • Einmalig (meist gibt es Mindesteinlagen die man einhalten muss)
  • Laufende Zahlung (also klassisches Ansparen)
  • Als Abschöpfungsauftrag

Einen Abschöpfungsauftrag richtet man am Girokonto ein und gibt als Ziel das Sparkonto an. Dabei wird festgelegt, dass ein bestimmter Geldbetrag zu einem ausgesuchten Datum auf das Sparkonto überwiesen wird. Beispielsweise sollen am letzten des Monats höchstens 500,- EUR am Girokonto verbleiben. Sind zu diesem Zeitpunkt 1.500,- EUR am Konto, werden die überschüssigen 1.000,- EUR auf das Sparkonto überwiesen. Man sollte aber darauf achten, dass die Gehälter sehr oft ein paar Tage vor dem eigentlichen Verfügbarkeitsdatum auf das Konto kommen. Da kann es schnell passieren, dass das Konto unabsichtlich zu Monatsbeginn geleert wird.

Was ist der Unterschied zwischen der Sparcard und dem Sparkonto?

Der große Unterschied zwischen einer Sparcard und einem Sparkonto ist die Möglichkeit der Barabhebung. Mit der Sparcard ist die Barbehebung mittels Bankomat möglich. Beim klassischen Sparkonto oder Tagesgeldkonto funktioniert das nur umständlich über ein Referenzkonto. Erst über dieses Referenzkonto wird eine Barabhebung möglich. Die meisten Banken in Österreich bieten sowohl die Sparcard als auch das Sparkonto an.

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Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Gründer der OPTIFIN und Geschäftsführer einer Agentur hat er tagtäglich mit den Themen Immobilienfinanzierung und Finanzen zu tun. Er betreut und erstellt daher die Inhalte zu diesen Themen.

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