Optionshandel und Optionsstrategien: Das sollten Anleger wissen

Das Wichtigste in Kürze
  • Durch den Kauf von Optionen kann ein Händler theoretisch mit einer viel geringeren Vorabinvestition im Laufe der Zeit den gleichen Gewinn erzielen
  • Im Falle einer Fehlinvestition können Optionshändler auch entsprechend größere Verluste riskieren
  • Beim Handeln mit Optionen gibt es verschiedene Optionsstrategie

Der Technologieboom der letzten Jahrzehnte hat dem durchschnittlichen Händler Zugang zu einer viel breiteren Palette von Finanzprodukten als je zuvor verschafft. Eines der beliebtesten Produkte, mit dem Anleger heute verstärkt handeln, sind Aktienoptionen.

In diesem Artikel erfahren Sie die wichtigsten Vorteile und Nachteile vom Handel mit Optionen und erhalten einen kurzen Überblick über die wichtigsten Optionsstrategien.

Welche Vorteile bietet der Handel mit Optionen?

Optionshandel und Optionsstrategien
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Optionen bieten beim Handeln eine Hebelwirkung. Durch den Kauf von Optionen anstelle der in den Optionskontrakten dargestellten zugrunde liegenden Aktien kann ein Händler theoretisch mit einer viel geringeren Vorabinvestition im Laufe der Zeit den gleichen Gewinn erzielen.

Während diese Hebelwirkung als Vorteil dient, wenn Anleger richtig liegen, beinhaltet sie auch Risiken. Im Falle einer Fehlinvestition können Optionshändler nämlich auch entsprechend größere Verluste riskieren. 

Optionen können außerdem verwendet werden, um komplexe volatilitäts- und zeitkritische Trades einzurichten.

Aktien geben dem Händler im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Kaufen oder Verkaufen. Durch den Kauf und Verkauf einer Kombination aus verschiedenen Puts und Calls zu unterschiedlichen Ausübungspreisen und Ablaufdaten kann ein Optionshändler einen viel komplexeren Handel aufbauen.

Was sind Optionsstrategien?

Beim Handeln mit Optionen gibt es verschiedene Optionsstrategien. Diese können auf den ersten Blick besonders für Händler am Anfang ihrer Karriere einschüchternd erscheinen. Wer mehr zum Thema lernen möchte, findet hervorragende Ausbildungen zu Optionsstrategien auf Deltavalue.de

Eine Optionsstrategie bezieht sich auf den Kauf oder Verkauf einer Kombination von Optionen und den zugrunde liegenden Vermögenswerten, um einen gewünschten Gewinn zu erzielen.

Welche Nachteile gibt es beim Handel mit Optionen?

Der wahrscheinlich größte Nachteil des Optionshandels ist die Zeit: Aktienoptionen enthalten einen Zeitwert, der ständig abnimmt. Ein Aktienkäufer hat unbestimmte Zeit zur Verfügung, in der sich sein Aktienkauf rentieren kann. Im Gegensatz dazu muss ein Optionshändler sein Handelsziel bis zum Ablauf einer Frist erreicht haben, um profitieren zu können.

Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, dass ein großer Prozentsatz der Optionen wertlos verfällt, während Aktien sehr selten auf Null gehen. Darüber hinaus werden Gewinne, außer in sehr seltenen Fällen, mit dem höchsten kurzfristigen Gewinnsatz besteuert. Provisionen, insbesondere für wöchentliche Optionen, sind in der Regel um einiges höher als für Aktien.

Welches sind die häufigsten Optionsstrategien?

Die von Anlegern am häufigsten verwendeten Strategien beim Handel mit Optionen sind nachfolgend aufgeführt und kurz erläutert.

Bull Call Spread: Die Bull Spread-Strategie kann sowohl mit Call- als auch mit Put-Optionen erstellt werden. Ein Bull Call Spread beinhaltet den Kauf einer Call-Option mit einem niedrigen Ausübungspreis und den Verkauf einer anderen Call-Option mit einem höheren Ausübungspreis. Beide Optionen haben den gleichen zugrunde liegenden Sicherheits- und Ablaufmonat.

Bear Spread: Ein sogenanntes Bear-Spread beinhaltet den Kauf von Call-Optionen mit einem bestimmten Ausübungspreis und den Verkauf der gleichen Anzahl von Call-Optionen mit einem niedrigeren Ausübungspreis. Beide Optionen haben auch bei dieser Strategie den gleichen zugrunde liegenden Sicherheits- und Ablaufmonat.

Straddle: Bei einem Long Straddle werden ein Call und eine Put-Option gleichzeitig gekauft. In ähnlicher Weise beinhaltet ein Short Straddle den Verkauf einer Call- und einer Put-Option im selben Strike.

Strip and Strap: Bei einem Strip werden ein langer Call mit zwei langen Puts kombiniert. Bei einem Strap hingegen werden stets zwei lange Calls mit einem langen Put kombiniert.

Strangle: Bei einem Long Strangle wird eine Call-Option und eine Put-Option bei einem niedrigeren Strike gekauft. In ähnlicher Weise beinhaltet ein Short Strangle den Verkauf einer Call-Option und einer Put-Option bei einem niedrigeren Strike.

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Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Gründer der OPTIFIN und Geschäftsführer einer Agentur hat er tagtäglich mit den Themen Immobilienfinanzierung und Finanzen zu tun. Er betreut und erstellt daher die Inhalte zu diesen Themen.

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