Mobile Geldbörse

Der Wandel des Alltags betrifft auch die Geldbörse

Die Welt befindet sich in einem rasanten Wandel. Als tägliche Zeugen dieser Entwicklung übersehen wir manche Fortschritte, welche unsere Gesellschaft und unsere Welt verändern – ganz gemäß dem Spruch: Den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen. Gerade das Potential von Smartphones wird selten ganz ausgenützt. Wir können mit den Wundergeräten in unserer Hosentasche nicht nur Videotelefonie betreiben, Google-Suchen durchführen, mit Spielen diverse Wartezeiten überbrücken oder unterwegs Videos bzw. Streams ansehen, sondern mittlerweile auch einfach und schnell bezahlen.

Die Mobile Geldbörse „Made in Austria“

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Mobile Geldbörse am Smartphone – die Zukunft?

Verschiedene große Namen (Google, Apple etc.) drängen sich schon seit vielen Jahren auf dem Markt und kämpfen um jeden Mobile Payment Kunden. Da wirkt es umso erfrischender, dass die Schlacht noch lange nicht entschieden ist. Vor allem lokale Anbieter können schneller und direkter die ansässigen Supermärkte und Handelsketten ansprechen und so nahe am Kunden und dessen Smartphone sein. Deshalb gibt es einige mehr oder minder exzellente Entwicklungen aus der Alpenrepublik, denen wir uns kurz widmen wollen.

Blue Code – ehemals Veropay

Die besten Ideen überzeugen durch ihre Einfachheit. Das zeigt sich erneut über das Mobile Payment System von Blue Code. Die neue Firmenbezeichnung beschreibt dabei auch schön das Grundprinzip. Es wird eine App auf dem eigenen Smartphone installiert und diese lässt sich mit dem eigenen Bankkonto verbinden. Dabei lässt sich die Smartphone-Applikation mit einem Konto bei jeder beliebigen, österreichischen Bank verknüpfen. Die Abrechnung bei Nicht-Partner-Banken erfolgt über das Lastschriftverfahren. Kunden von Partnerbanken bekommen darüber hinaus noch spezielle Konditionen geboten.

Im Alltag wird schnell das Smartphone gezückt. Ein persönlicher PIN sichert den Zugang zur App und nach dessen Eingabe wird ein einzigartiger Barcode erzeugt. Dieser lässt sich in 2.100 verschiedenen Geschäften, von Billa bis Merkur und von BIPA bis Hartlauer, mit dem typischen Scanner an der Kasse lesen. Die Zahlung ist damit erledigt und der Betrag wurde vom Bankkonto abgebucht.

Das System bietet einige sehr intuitive Vorteile. Zum einen wird jeder Code speziell für eine einzige Zahlung erstellt und verfällt bei Nicht-Gebrauch nach vier Minuten. Das erinnert an das TAN-System beim Online Banking, welches berechtigterweise viel Vertrauen bei den Kunden genießt. Weiters gibt es ein Tageslimit, ähnlich zur Bankomatkarte. Die Kostenkontrolle bleibt durch ein tägliches Limit von 200 Euro gewährleistet (abgeshen von Sonderkonditionen). Selbstverständlich fallen keine Gebühren für den Konsumenten an. Damit beweist sich das System nicht nur als so einfach, wie die Geldbörse zu zücken, sondern als identisch kosteneffizient wie Bargeld.

Insiderinfos: Aus gut unterrichteter Quelle dürfen wir hier verlautbaren, dass Blue Code gerade dabei ist nach Deutschland zu expandieren und dort ab 2016 live sein wird. Ein österreichisches Mobile Payment System schafft also den Sprung über die Landesgrenzen hinaus.

Weiters wird das Akzeptanznetz in Österreich auch immer dichter. Gerade Ende Oktober 2015 kamen zwei neue Tiefgaragen in Graz hinzu. Das Potential der Mobilen Geldbörse steigt also ständig.

kWallet – Die Kreditkarte am Smartphone

Das System von kWallet empfiehlt sich eher für die typischen Restaurantgäste als für den sonstigen Alltag. Die Bezahlung erfolgt zwar ebenso einfach wie bei Blue Code, aber die Abrechnung erfolgt mittels Kreditkarte. Der Rechnungsbetrag wird über Visa oder MasterCard und nicht direkt über das Bankkonto verrechnet. Die Österreich und Österreicherinnen sehen aber in der Regel mehr Komfort durch die direkte Abbuchung vom Girokonto und wollen eher den Umweg über die Kreditkarte, welche meist mit Gebühren verbunden ist, vermeiden.

Das alternative Zahlungssystem Kreditkarte verbinden die meisten Konsumenten in erster Linie mit speziellen Einsatzgebieten (Hotels, Einkäufe im Internet oder eben Restaurants). Dafür muss das Bonussystem von kWallet lobend hervorgehoben werden. Mittels jedem Zahlvorgang werden Punkte gesammelt, welche sich gegen gratis Drinks oder Dinner eintauschen lassen. Außerdem steht in unserer Redaktion die Trinkgeld-Funktion als spannendes Gimmick hoch im Kurs.

Nexperts – Die NFC Profis

Dieses Unternehmen aus Oberösterreich konzentriert sich nicht nur auf die Payment Lösung mittels Smartphone, sondern ebenso stark auf potentielle Auswertung der NFC Daten. Auf diese Weise können Kunden ihre Loyalität beweisen und bei einzelnen Unternehmen in den Genuss spezieller Boni kommen. Andererseits können die Firmen, welche das Nexperts Zahlungsverfahren eingeführt haben, einen aussagekräftigen Datenstamm aufbauen.

Ein kurzer Vergleich der österreichischen Smartphone Payment Anbieter

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Die mobile Bezahlung verbreitet sich immer rasanter

Auf dem globalen Markt lassen sich mehr als 300 verschiedene Anbieter von Mobile Payment finden. Wegen dieser Fülle an Anbieter konzentrieren wir uns vornehmlich auf die Top-Anbieter aus unserer Heimat.

Trotz dem großen Komfort von kWallet scheint der Umweg über die Kreditkarte nicht ganz den Bedürfnissen der Konsumenten zu entsprechen.

Die Lösung von Nexperts scheint sich durch die Datensammlung mehr am Nutzen der Unternehmer als der Konsumenten zu orientieren.

Durch die besondere Sicherheit (keine Bankdaten werden am Smartphone gespeichert) und die intuitiv zugängliche Nutzung, sehen wir derzeit Blue Code auf dem international und national umkämpften Markt der Mobilen Geldbörsen als aussichtsreiches Zukunftsmodell. Die relativ schnelle Expansion nach Deutschland unterstreicht diese Einschätzung.

Quellen:
https://www.bluecode.com/
http://kurier.at/wirtschaft/mobiles-zahlen-match-um-geldboerse-der-zukunft/824.114

Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Inhaber und Geschäftsführer einer Agentur ist er mit dem Unternehmertum und wirtschaftlichen Aspekten bestens vertraut und der ideale Ansprechpartner wenn es sich um Steuern, Finanzen und Wohnraumfinanzierung handelt.

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