Kupferpreis

Als eines der ältesten Metalle wird das heutige Industriemetall Kupfer auch in Zukunft eine gewichtige Rolle spielen, vor allem bei der Herstellung von technischen Bauteilen. Das Halbedelmetall ist in Stromleitungen enthalten, in zahlreichen elektrischen Geräten und Computern. Man kann guten Gewissens sagen, dass Kupfer einer der bedeutendsten Rohstoffe überhaupt ist. Der Kupferpreis richtet sich – wie alle anderen Rohstoffe – nach Angebot und Nachfrage, und wird an der Metallbörse in London festgestellt.

Immer wieder wird auf den Versorgungsengpass bei Kupfer spekuliert. So auch im Jahr 2019. Das treibt nicht nur den Preis des Metalls in die Höhe, sondern löst in vielen Fällen einen Domino-Effekt aus. Oft geht die Entwicklung des Kupferpreises dabei Hand in Hand mit Streiks unter den Kumpel in Kupferminen in Chile oder Indonesien. Jede Spekulation hat also einen direkten Einfluss auf die Menschen, die mit dem Spekulationsobjekt zu tun haben.

Auch im Jahr 2019 hat sich die International Copper Study Group (ICSG) im Jänner wieder ihren alljährlichen Schätzungen gewidmet, und kommt zur Gewissheit, dass Kupfer dieses Jahr knapp, und der Kupferpreis dadurch höher als im Vorjahr sein wird. Die Preise, so schätzt die internationale Rohstoffbehörde ICSG, werden sich im Jahr 2019 bei 6.307 $ / Tonne, und im Jahr 2020 auf 6.709 $ / Tonne einpendeln. Die Ursache für die Entwicklung nach oben sieht die ICSG in einem Angebotsdefizit aufgrund der Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie dem nur geringen Wirtschaftswachstum der Euroregion.

Zur erhöhten Nachfrage beigetragen hat überdies die kurzzeitige Schließung eines indischen Kupferproduzenten sowie der wegen fehlender Genehmigungen vorgenommene Export-Stop einer Kupfermine in Indonesien (Stand 02.2019)

Wovon hängt der Kupferpreis ab?

Der Preis von Rohstoffen wird immer durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Faktoren, die den Kupferpreis beeinflussen, sind unter anderem:

  • dynamische Regelungen der Börse
  • Erschließungskosten neuer Kupferlagerstätten
  • Förderkosten von fossilem Kupfer
  • konjunkturelle Entwicklung
  • Politische Verhältnisse
  • Preise, die von großen Produzenten und Kartellen vorgegeben werden
  • Regulierung durch Regierungen (Aus- und Einfuhrzölle)
  • Schwankender Preis von Versicherungspolicen
  • Spekulationen
  • Steuern, die in Verbindung mit Kupfer stehen
  • Währungsschwankungen

Konjunkturelle Entwicklung ist der stärkste Antreiber

Wird irgendwo weltweit vermehrt in Industrieanlagen oder Gebäude investiert, steigt die Nachfrage. Je höher die Nachfrage, desto höher steigt auch der Kupferpreis.

Aber auch umgekehrt wird ein Schuh draus: Schwächelt die Wirtschaft und wird dadurch weniger Kupfer produziert, während ein konjunkturell starkes Land weiterhin seine Mengen beziehen möchte, steigt der Kupferpreis.

Wovon hängt der Preis von Kupferschrott ab?

Kupferschrott eignet sich hervorragend für die Wiederverwertung. Daher hat auch das gebrauchte Metall einen ansehnlichen Preis, der sich in erster Linie am Preis des neu geförderten Kupfers orientiert.

Steigen also die Kupferpreise wie aktuell (Stand Februar 2019) an, ziehen die Preise für Kupferschrott nach.

Welche Faktoren sind für den Preis von Kupferschrott ausschlaggebend?

Neben dem Preis für das neue Metall üben folgende Faktoren Einfluss auf den Preis von Kupferschrott aus:

  • Reinheit
  • Nachfrage einzelner verarbeitender Werke

In Staaten mit höherer Nachfrage ist auch der Preis höher. Derzeit hat China einen hohen Bedarf an Kupfer, daher ist dort auch der Preis für Kupferschrott höher.

Die Kupfer-Nachfrage wird aufgrund der zunehmenden Elektroauto-Produktion vermutlich auch weiterhin ordentlich zulegen.


Tagesaktuelle Kupferpreise

Da der Preis des Halbedelmetalls starken Schwankungen unterliegt, wird der Preis täglich neu festgesetzt. Den tagesaktuellen Preis in Realtime können Sie am Finanzportal der Axel Springer SE (1) einsehen. Der Preis wird übrigens immer pro Tonne angegeben.

CopperBank: Keine Bank, sondern eine Kaufaktie

Nicht nur mit dem Rohstoff selbst wird an der Börse gehandelt. Es ist auch möglich, Aktien von börsennotierten Unternehmen zu kaufen. Eine davon ist die CopperBank. Es handelt sich dabei um ein börsennotiertes Kupfer-Explorationsunternehmen, das von Gianni Kovacevic, einem kanadischen Investor und Buchautor mit kroatischen Wurzeln, gegründet wurde. Derzeit noch relativ unbekannt, hat die Kaufaktie gute Chancen, diesen Status schon demnächst erfolgreich zu verändern. Das Unternehmen hat während der Rohstoffkrise verschiedene Kupferprojekte aufgekauft, um diese jetzt, bei steigenden Rohstoffpreisen, weiterzuentwickeln. Sollte der Kupferpreis weiterhin steigen, könnte die Aktie ihren Anlegern einen ansehnlichen Erfolg versprechen.

Kupferschrott: Verschiedene Arten – verschiedene Preise

Haben Sie vor, Kupfer zum Schrotthändler zu bringen, wird dieser eine Einteilung vornehmen, die zum endgültigen Preis führt. Folgende Kupferschrott-Varianten unterscheidet der Schrotthändler:

Kupfer Milberry (Kupfer Blank I)

Darunter versteht man mindestens 1 mm dicken, blanken Kupferdraht mit einer Reinheit von 99,9 % und ohne jegliche Anhaftungen wie Schmutz, Fett, Gummi, Plastik oder Zinn. Jegliche Rückstände auf dem Material verringern den Preis.

Kupfer 1A, Berry, min 98 %Cu

Diese Bezeichnung bekommt Milberry Kupfer, wenn er weniger als 1 mm Dicke besitzt.

Kupferkabel

Befindet sich der Kupferdraht beim Verkauf unter einer Isolierung, führt das zu einer starken Preisverminderung.

 Mischschrott

Noch weniger bekommen Sie für Kupfer, der noch von anderen Metallen getrennt werden muss. Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Waschmaschine mit Kupferanteil wird unter dem Begriff „Mischschrott“ angekauft. Zerlegen Sie jedoch die Waschmaschine, und bringen Sie das Kupfer ohne Isolierung und Verschmutzung zum Schrotthändler, können Sie auch den Preis des Kupfer Milberry erzielen.

Wer die Preisentwicklung von Kupfer mitverfolgt, weiß, dass sich das weiche Metall in einem kontinuierlichen Aufwärtstrend befindet. Vor zwei Jahren kam es zu einem Preisanstieg aufgrund der Annahme, die USA würden kräftig in Infrastruktur investieren. Streiks und das damals angedachte China-Verbot von Kupferschrott führten bereits 2017 zu einem Höhenflug bei der Preisentwicklung. Auch im Jahr 2019 zeigt der Trend nach oben. Und derzeit nicht aufgrund der vielen Bauvorhaben, sondern eher wegen der rückständigen wirtschaftlichen Entwicklung Europas und den USA sowie der unvergleichbar blühenden Konjunktur in China.

Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Inhaber und Geschäftsführer einer Agentur ist er mit dem Unternehmertum und wirtschaftlichen Aspekten bestens vertraut und der ideale Ansprechpartner wenn es sich um Steuern, Finanzen und Wohnraumfinanzierung handelt.

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