Investieren in erneuerbare Energie

Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Begriff „erneuerbare Energie“ handelt es sich um Energieträger, welche am menschlichen Zeithorizont gemessen, schnell wieder bzw. unbegrenzt zur Verfügung stehen.
  • Der konstante Anstieg an erneuerbaren Energieträgern verhilft Österreich dabei zu der Vorreiter-Rolle im internationalen Vergleich. Mehr als 70 Prozent des Stroms wird mittlerweile aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen.
  • Möchte man Aktien, Fonds oder Wertpapiere anlegen, benötigt man als erstes ein Depot. Darunter kann man eine Art Konto verstehen, in dem alle eigenen Geldanlagen aufgelistet werden. Ein solches Depot ist zum Beispiel bei der DADAT Bank erhältlich.

Der legendäre Ökonom John Maynard Keynes definierte schon vor Jahrzehnten den Aktienmarkt durch eine simple Weisheit. Sinngemäß brachte Keynes zum Ausdruck, dass ein erfolgreicher Investor die durchschnittliche Einschätzung der durchschnittlichen Anleger kennen müsste, um mit hoher Rendite auf dem Parkett zu handeln. Die durchschnittliche Einschätzung zu erneuerbaren Energien scheint sehr klar zu sein. Ein Großteil der Bevölkerung betrachtet diesen Weg als die Zukunft oder die Energiewende vielleicht sogar als Pflicht. Nur lässt sich auch in diesem Fall das Prinzip von Keynes anwenden?

Fakten zu erneuerbarer Energie

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Investieren in erneuerbare Energien

Bevor wir uns mit dem eigentlichen Investment bzw. mit der Anlage von Geld beschäftigen, scheint es sinnvoll, kurz den Begriff „erneuerbare Energien“ einzugrenzen. Es handelt sich dabei um Energieträger, welche am menschlichen Zeithorizont gemessen, schnell wieder bzw. unbegrenzt zur Verfügung stehen. So erneuert sich zwar Erdöl durchaus, aber nur über Millionen von Jahren. Die Sonne regeneriert sich hingegen nicht, aber wird erst in grob 4 Milliarden Jahren ausgebrannt sein und zählt so rechtmäßig zu dieser Kategorie der Energiegewinnung, welche folgende Methoden umfasst:

  • Solarenergie
  • Bioenergie
  • Wasserkraft
  • Windenergie

Die österreichische Energieversorgung basiert heutzutage auf einem ausgewogenen Energieträger-Mix. Der konstante Anstieg an erneuerbaren Energieträgern verhilft Österreich dabei zu der Vorreiter-Rolle im internationalen Vergleich. Mehr als 70 Prozent des Stroms wird mittlerweile aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Grund dafür ist zum Teil die topografische Lage Österreichs, denn es verfügt über die beiden wesentlichen erneuerbaren Energiequellen Wasserkraft und biogene Brenn- und Treibstoffe.
Die beiden Energiequellen sorgen für den größten Anteil der inländischen Primärenergieproduktion.

Die attraktive Topografie ist jedoch nicht der einzige Faktor, der die Gewinnung und den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern in Österreich begünstigt. Im Rahmen der Ökostromförderung wurden die Förderverträge im letzten Jahrzehnt verfünffacht und der Anteil des geförderten Ökostroms daher seit 2003 mehr als verdoppelt.
Im Vergleich der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch kann Österreich momentan glänzen, nur Länder wie Schweden, Finnland oder Lettland haben noch die Nase vorn.

Das wären einige allgemeine Daten zum regionalen Markt, doch wie lässt sich in diese energetische Zukunft investieren?

Anlagemöglichkeiten im Bereich erneuerbare Energien

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Wasserkraftwerk im Zillertal in Tirol

Die Investition in einzelne Firmen bedeutet in vielerlei Hinsicht ein erhöhtes Risiko. Zum einen bedeuten Einzelfirmen immer eine unsystematische Gefahr, welche entsprechend der Portfolio-Theorie (Markowitz, Sharpe etc.) nicht vom Markt durch höhere Renditen entlohnt wird. Zum anderen bedeutet der Trend zur nachhaltigen Energieerzeugung nicht unbedingt, dass jedes Unternehmen, das sich beispielsweise mit Photovoltaik beschäftigt, als Gewinner hervorgeht.
Auf der anderen Seite scheinen die Indizes, welche sich mit ökologischen Unternehmen beschäftigen, nicht unbedingt auf einem Höhenflug zu sein. Der ÖkoDax befand sich im Jahr 2008 auf einem Wert von 708,073 (31. 12. 2007) und heute auf circa 25 (Dezember 2019).

Der RENIXX (Renewable Energy Industrial Index World) konnte rund um das Jahr 2008 schon Werte von grob 2000 erreichen und stagniert heute eher auf einem Niveau von circa 637. Auch in dieser Hinsicht scheinen die Aussichten nicht so rosig und Keynes Weisheit etwas verfehlt.
Selbst das Investment in ÖkoFonds scheint laut diverser Studien von Stiftung Warentest in Deutschland und anderen Organisationen mit sehr viel Risiko verbunden. Ein weiteres Problem bei dieser Anlageform zeigt sich durch eine verzerrte Statistik. Gescheiterte Fonds existieren nicht mehr und fließen folglich auch nicht in die Gesamtperformance dieser Anlageprodukte ein.

Trotz der oft betonten Notwendigkeit von nachhaltigen Energieträgern und der vielen staatlichen Förderungen in diesem Bereich, scheint sich die durchschnittliche Einigkeit in dieser Frage nicht auf die Investmentmöglichkeiten auszuwirken. Es braucht folglich viel Anlageerfahrung um in dieser Branche merkliche Gewinne zu erzielen. Wir teilen trotzdem einige Tipps für eine sinnvolle Geldanlage mit erneuerbaren Energien.

Einige Geldanlagen mit erneuerbaren Werten und positiven Kursentwicklungen

windkraft-windradEinzelne Aktientipps müssen immer mit besonderer Vorsicht genossen werden. Vergangene Kursverläufe lassen sich nämlich nur sehr eingeschränkt in Prognosen übersetzen. Aus diesem Grund müssen wir anmerken, dass keiner der hier genannten Tipps eine Gewinngarantie darstellt. Trotzdem wollen wir zwei konkrete Anhaltspunkte für die Geldanlage in erneuerbare Energien liefern, denn der Hype scheint trotz der oben erwähnten, ernüchternden Daten, nicht zu versiegen.

Wenn es um Fragen des Geldes geht, dann steht die Schweiz immer hoch im Kurs und erneuerbare Energien scheinen dabei keine Ausnahme darzustellen. Das Traditionsunternehmen BKW AG befindet sich schon seit der Umstrukturierung zur Aktiengesellschaft auf einem beständigen Aufwärtstrend und auch die Zahlen aus den letzten Jahren zeigen, dass es sich dabei nicht um eine systematische Überbewertung handelt. Das Unternehmen ist also durchaus eine Erwägung wert.

Einen ähnlich stabilen Aufwärtstrend weist der Pioneer Global Ecology Fonds auf, der- anders als andere Fonds- nicht nur ein spezielles Anlagethema fokussiert, sondern in Unternehmen aus allen ökologischen und nachhaltigen Bereichen investiert.

Was wird zum Kauf von Geldanlagen benötigt?

Möchte man in Aktien, Fonds oder Wertpapiere investieren, benötigt man als erstes ein Depot. Darunter kann man eine Art Konto verstehen, in dem alle eigenen Geldanlagen aufgelistet werden. Ein Depot ist sowohl in Filial- als auch bei Online-Banken erhältlich. Meist handelt es sich bei Online Banken um Direktbanken, die das entsprechende Depot zu einem billigeren Preis anbieten.

Quellen:

http://www.bmwfw.gv.at/EnergieUndBergbau/

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Energiedaten-und-analysen/arbeitsgruppe-erneuerbare-energien-statistik,did=629806.html

http://www.iwr.de/erneuerbare-energien/aktien.php

 

Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Inhaber und Geschäftsführer einer Agentur ist er mit dem Unternehmertum und wirtschaftlichen Aspekten bestens vertraut und der ideale Ansprechpartner wenn es sich um Steuern, Finanzen und Wohnraumfinanzierung handelt.

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