Goldanlage

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Zahlreiche Anlageprodukte sind mit vielen Fragen und Unsicherheiten behaftet. Rentiert sich das hohe Risiko von Optionen und anderen Finanzderivaten tatsächlich? Wann soll in den Aktienmarkt eingestiegen werden und wann ist der ideale Zeitpunkt um wieder auszusteigen? Wie lange soll das eigene Kapital auf dem jeweiligen Festgeldkonto gebunden sein? Für die Antworten auf diese Fragen verlangen Finanzberater teure Honorare. Doch ein Fels existiert in der Brandung der Investmentfragen: Gold stellt immer eine wertbeständige Anlageform dar, die langfristig gesehen jedem Portfolio gut steht. Nicht umsonst führt jede Krise zu einem Ansturm auf das gelbe Edelmetall. Aber trotz der großen Popularität des Goldes in der gesamten Menschheitsgeschichte, gibt es einige Details zu beachten, um die eigene Goldanlage noch weiter zu optimieren.

Wie sollte die physische Goldanlage aussehen?

Es ist eine alte Tradition in Österreich, den kleinen Enkelkindern Goldmünzen zu Weihnachten oder zum Geburtstag zu schenken. So lernen wir schon in jungen Jahren den Wert von physischem Gold kennen. Deshalb verwundert es auch kaum, dass viele Privatanleger auch als Erwachsene ein wenig des Edelmetalls greifbar in ihrer Wohnung oder ihrem Haus aufbewahren wollen.

Goldmünzen zu besitzen, fällt eher unter die Kategorie Geschmackssache. Teilweise kann der Wert dieser Münzen zwar über den eigentlichen Wert ihres Gewichtes steigen, da sie sich einen Sammlerwert aneignen können. Dies geschieht jedoch erst nach vielen Jahrzehnten oder bei sehr besonderen Münzen, die nur ein Fachmann als solche identifizieren kann.

Vergleichsweise neutraler ist der Besitz von Goldbarren. Das Gewicht dieser physischen Form kann immer anhand des aktuellen Goldpreises in einen Geldwert umgerechnet werden. In Sachen Größe raten Experten den privaten Anlegern immer verschiedene Größen von Goldbarren zu lagern. Wenn in einer finanziellen Notzeit ein Barren liquide gemacht werden soll, dann lässt sich je nach Geldbedarf der Barren mit der richtigen Größe verkaufen.

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Goldbarren gibt es in verschiedenen Größen. Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 166340531 Copyright: mipan
Hinweis: Gold als physische Geldanlage kann bei Banken gekauft werden, bei der ÖGUSSA, im Dorotheum oder bei der Münze Österreich AG. Gerade am Land geht jedoch der erste Weg hin zur nächsten Bank.

Wie kann eine Goldanlage sonst noch aussehen?

Neben dem physischen Besitz von Gold existieren noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, das eigene Geld im sicheren Hafen des Edelmetalls zu parken:

  • Goldaktien
  • Goldfonds
  • Anteile an Goldminen
  • Goldindizes
  • CFDs mit Gold als Basiswert
  • Binäre Optionen mit Gold als Basiswert
  • Futures und klassische Optionen auf Goldbasis

Aktien, Fonds und Anteile

Die beliebteste Form, um an der Börse in Gold zu investieren, sind die sogenannten ETFs (Exchange Traded Funds). Diese spezielle Art von Fonds verursacht kaum zusätzliche Kosten, da sie nicht aktiv gemanagt werden müssen. Sie werden an unterschiedlichen Börsen gehandelt und die Werte der Anteile liegen meist sehr nah am eigentlichen Marktpreis von Gold. Die meisten ETFs sind wie ein Indexfonds aufgesetzt und orientieren sich demnach einfach an ihrem Basiswert. Zudem werden so unsystematische Risiken ausgeschlossen.

Hinweis: In Deutschland sind Indexfonds auf Basis nur eines Wertes verboten. Aus diesem Grund können die populärsten ETFs nicht frei beim nördlichen Nachbarn gehandelt werden. In Österreich gibt es in dieser Hinsicht keine Probleme.

Die populäre Alternative zu den ETFs wären die ETCs (Exchange Traded Commodities). Hierbei handelt es sich um Schuldverschreibungen, die an einen gewissen Rohstoff gebunden sind und dieser kann eben auch Gold sein. In Deutschland existieren keine Beschränkungen bezüglich dieses Anlageprodukts, weshalb diese Variante gerade bei unseren nördlichen Nachbarn große Umsätze genießt.

Anteile an Goldminengesellschaften

Eine Investition in Unternehmensanteile von Newmont Mining oder Barrick Gold kann für private Anleger ebenfalls sehr interessant sein. Die direkte Verbindung zum Goldpreis lässt sich leicht veranschaulichen. Sobald der Goldpreis steigt, wird es für die Betreiber von Minen sogar lukrativ sehr aufwendige Fördermethoden einzusetzen um an das begehrte Edelmetall zu kommen. Folglich fördern die Gesellschaften mehr Gold und erzielen höhere Gewinne. Folglich scheint es auch wahrscheinlich, dass deren Aktien ansteigen.

Derivate Finanzinstrumente mit Gold

So wie praktisch alle Börsenkurse als Basis für die verschiedensten spekulativen Instrumente verwendet werden können, so eignet sich auch Gold als Basiswert für die verschiedensten Derivate. Hier wird meist in Form des Daytrading auf leichte Kursveränderungen innerhalb kürzester Zeit gesetzt, um mittels einem Hebel ein Vielfaches des eigenen Kapitals einzusetzen. Optionen oder Contracts for Difference ermöglichen auf diese Weise das Realisieren von großen Gewinnen, aber auch von empfindlichen Verlusten.

Leider muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass Gold eher mit langfristigen Geldanlagen in Verbindung gebracht wird und diese spekulativen Finanzinstrumente dem eher entgegen sprechen. Für einen Großteil der Privatanleger ist diese Goldanlage also nicht zu empfehlen und es sollte eher eine der anderen dargestellten Varianten verwendet werden.

Weitere Informationen:

www.fgg.at/geldanlage/gold/goldanlage

Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Inhaber und Geschäftsführer einer Agentur ist er mit dem Unternehmertum und wirtschaftlichen Aspekten bestens vertraut und der ideale Ansprechpartner wenn es sich um Steuern, Finanzen und Wohnraumfinanzierung handelt.