Förderung Elektroauto

Das Wichtigste in Kürze
  • E-Autos werden vom Bund, und zusätzlich von den Ländern gefördert
  • Das Burgenland bietet eine besonders umfangreiche Subvention alternativer Mobilität
  • Die Förderhöhe nimmt mit den Jahren immer mehr ab
  • Die höchste Förderung gibt es für E-Autos mit reinem Elektroantrieb und für Brennstoffzellenfahrzeuge
  • Schnell sein: Der Prämientopf leert sich zunehmends!

Was noch vor gar nicht allzu langer Zeit utopisch und unwirklich klang, ist heute Realität: Fahrzeuge fahren ohne Benzin und mit Hilfe von Elektrotechnik von A nach B. Heute bringt uns dieser Satz nicht mehr zum Staunen. Wir haben uns an die neuen Antriebsarten ein Stück weit gewöhnt. Noch mehr: Wie schenken ihnen unser Vertrauen. Und mit der Anzahl jener, die sich Straßen voller Elektroautos vorstellen können, steigt auch die Tatsache, dass diese Fahrzeuge die Zukunft der Automobilindustrie sind.

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Die raschen Veränderungen im Bereich Verkehr sind zwar bemerkenswert – und tatsächlich eine mögliche Lösung der nachweislich schmelzenden Ressourcen dieser Erde – aber noch immer ist Elektromobilität in der Anschaffung sehr teuer. Dennoch setzen immer mehr Privatpersonen auf alternative Formen der Fortbewegung.

Das belegen auch die neuesten Zahlen des Bundesverbands Elektromobilität Österreich (BEÖ): Zwar ist die Zahl der Zulassungen bis April 2020 vor dem Hintergrund der Corona-Krise zurückgegangen, doch der positive Trend ist deutlich zu erkennen.

Diesen Trend dürfen sich zu einem großen Teil Bund und Länder auf die Fahnen heften: Ohne die Förderung von Elektroautos wäre die Zahl der Neuzulassungen nicht in derselben Weise angestiegen.

Förderung ab 1.7.2020

Mit 1. Juli 2020 wird die Förderung eines Elektroautos auf € 5.000,- erhöht, das sind immerhin € 2.000,- mehr als in der alten Regelung mit € 3.000,-. Neuwagenkäufer eines Elektroautos können sich also freuen.

Mit dieser Förderung sollen die Elektroauto Neuzulassungen, gerade in der Corona Krise, gestärkt werden.

Die Prämien für den Kauf von Elektroautos 2020

Der E-Mobilitätsbonus setzt sich aus zwei unterschiedlichen Förderungen zusammen:

  • Die Bundesförderung
  • Die Landesförderung

Wer kann um Förderung ansuchen?

Förderwürdig sind Privatpersonen, Betriebe, öffentliche Gebietskörperschaften, Vereine und konfessionelle Einrichtungen. Dieser Artikel richtet sich speziell an die Fördermöglichkeiten für Privatpersonen.

E-Mobilitätsbonus: Die Bundesförderung

Schon seit dem Jahr 2017 fördert Österreich den Kauf von Elektroautos. Lag der Förderbetrag damals noch bei 3.000 bis 4.000 Euro, so kann man im Jahr 2020 nur noch mit maximal 1.500 Euro rechnen.

Die Finanzspritze in dieser Höhe gibt es außerdem nur noch für E-Autos mit reinem Elektroantrieb und für Brennstoffzellenfahrzeuge. Plug-in-Hybriden mit zusätzlichem Benzin- oder Dieselmotor und dieselbetriebene Range Extender werden nicht mehr gefördert.

Der E-Mobilitätsbonus in der aktuellen Form läuft mit 31.12.2020 aus.

So sieht die Elektroauto Förderlandschaft für Privatpersonen im Jahr 2020 aus:

FahrzeugtypHöhe der Förderung
Plug-in-Hybriden750 Euro (vollelektrische Reichweite mind. 50 km)
Range Extender750 Euro (vollelektrische Reichweite mind. 50 km)
E-Motorrad500 Euro
E-Moped350 Euro
Transport-Rad200 Euro
Wallbox200 Euro
Intelligentes Ladekabel200 Euro
Wallbox für Mehrparteienhäuser600 Euro
Intelligentes Ladekabel für Mehrparteienhäuser600 Euro

Die Angemessenheitsgrenze – Diese Arten von alternativ betriebenen Autos sind förderbar

Eine Neuregelung, die schon seit 2019 gilt, betrifft die sogenannte Angemessenheitsgrenze. Sie begrenzt die Förderung von Elektroautos für Privatpersonen (Basismodell max. 50.000 € Brutto-Listenpreis) und Betriebe (Basismodell max. 60.000 € Brutto-Listenpreis).
Nicht mehr förderbar ist der Kauf von Plug-in-Hybriden sowie von dieselbetriebenen Range Extender Electric Vehicles.

Lesen Sie mehr zum Thema auf der Website der WKO.

Diese Elektrofahrzeuge werden 2020 gefördert

Eine Liste aller förderfähigen E-Autos steht bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH zur Verfügung.

Was ist die Kommunalkredit Public Consulting GmbH?

Aus einer Abteilung der Kommunalkredit Bank entwickelte sich die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) zur eigenständigen Tochter der Kommunalkredit Austria AG, die als Partner der Körperschaften öffentlichen Rechts Aufgaben im Bereich der Umweltpolitik wahrnimmt.

Heute ist die KPC erster Ansprechpartner bei Fragen zur Entwicklung, Implementierung, Abwicklung und Betreuung von Umweltförderungen. Das Beratungsunternehmen zeichnet sich verantwortlich für die Abwicklung von Regionalförderungsprogrammen der EU und von Förderungen für Gemeinden, Betriebe und Privatpersonen in Österreich.

In den Zuständigkeitsbereich des Wiener Unternehmens fallen zudem die Landesförderungen der Bundesländer Wien, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich. Zu den Projekten der KPC gehört unter anderem das Mobilitätsförderprogramm klimaaktiv und die Sanierungsoffensive der Bundesregierung und Schutzwasserwirtschaft.

Ein wesentliches Finanzierungsinstrument der Kommunalkredit Public Consulting GmbH ist der Handel mit Emissionszertifikaten, ein weiteres Standbein stellen Beratungsdienstleistungen für internationale Organisationen und Finanzinstitutionen dar. Zu den Kunden der KPC zählen unter anderem die Europäische Kommission (EK), die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die Organisation für Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Weltbank.

Mit der Plattform www.meinefoerderung.at ermöglicht die KPC ihren Kunden eine unkomplizierte Registrierung für Förderprogramme sowie die Möglichkeit, den Status ihres Ansuchens jederzeit einzusehen.

So wird der Förderantrag gestellt

  1. Registrierung bei meinefoerderung.at
  2. Erhalt eines Bestätigungs-Links
  3. Ab Erhalt des Bestätigungs-Links ist der Bonus für 24 Wochen reserviert
  4. Innerhalb von 24 Wochen muss der Kauf, die Bezahlung und die Zulassung erfolgen
  5. Antragstellung (der Autohändler geht hier gerne zur Hand)

Sobald der Fördertopf ausgeschöpft ist, ist eine Registrierung bei meinefoerderung.at nicht mehr möglich.

Diese Unterlagen werden zur Antragstellung benötigt

  1. Rechnung(en)
  2. Formular Förderungsabrechnung
  3. Zulassungsbescheinigung
  4. ggf. Leasingvertrag (+ Depotzahlung)
  5. Bestätigung des Strombezugs aus erneuerbaren Energieträgern
  6. ggf. Bestätigung der Installation der Wallbox

Ein Leitfaden 2019 / 2020 für den E-Mobilitätsbonus für Privatpersonen steht bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH zum Download bereit.

So viel ist aktuell noch im Fördertopf

Bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH ist der aktuell noch auszuschöpfende Förderbetrag einsehbar.

E-Mobilitätsbonus: Die Landesförderung

Die Landesförderungen für Elektroautos sind nicht einheitlich geregelt. Infos zur Förderung in Wien, Niederösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg findet man auf der Seite der KPC. Oberösterreich fördert lediglich die Anschaffung einer intelligenten E-Ladestation, im Burgenland wird neben dem E-Auto auch der Kauf eines elektrisch betriebenen Fahrrades, Scooters, Mopeds, Motorrades zusätzlich gefördert. Keine Landesförderung gibt es derzeit in den Bundesländern Kärnten und Steiermark.

Wer zahlt die Prämie an Autokäufer?

Wer einen E-Mobilitätsbonus bekommt, entscheidet nicht zuletzt auch der Kaufpreis des Fahrzeugs mit: Das E-Auto von Privatpersonen darf im Jahr 2020 nicht mehr als 50 000 Euro kosten, sofern es förderbar sein soll. Für Betriebe gilt eine Obergrenze von 60.000 Euro. Die Förderprämie wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (bmvit) gemeinsam mit den Herstellern getragen.

Wichtig: Die Förderung für Elektroautos gilt nur für Neuwagen und nicht für Gebrauchtwagen.

Lohnt sich der Kauf eines Elektroautos?

Es wird Zeit, sich von seinem benzin- oder dieselbetriebenen Gefährt für immer zu verabschieden. Über kurz oder lang werden diese nämlich von unseren Straßen verschwinden.

Deutschland setzt sich das Jahr 2030 als Ziel, andere Länder wollen noch bis zum Jahr 2040 Zulassungen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bescheinigen. Österreich hat zwar noch keine „Deadline für Verbrennungsmotoren“ gesetzt, wird aber voraussichtlich dann, wenn es soweit ist, mit den deutschen Vorgaben mitziehen. Es ist also sehr gut vorstellbar, dass das aktuelle Auto in Ihrer Garage zu den letzten Benzinern oder den letzten Diesel-Fahrzeugen Ihres Haushalts gehört.

Vor uns liegt eine neue Ära der Mobilität. Eine Zeit, in der unsere Straßen von alternativ betriebenen Autos, Rollern, Rädern, Mopeds und Motorrädern befahren wird, und der Benziner nur noch eine teure Zulassung als Oldtimer erhält.

Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage lautet daher: „Ja! Der Kauf eines Elektroautos lohnt sich!“ Vor allem dann, wenn es sich um einen reinen Stromer handelt. Mit der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs mit reinem Elektroantrieb (also kein Hybride mit Benzin- oder Dieselmotor) erhält man noch den höchsten Zuschuss, UND spart sich zudem die Normverbrauchsabgabe (NOVA).

Die Antwort bleibt im Übrigen dieselbe, wenn ein Betrieb die eingangs erwähnte Frage stellt: „Ja! Die Anschaffung eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs lohnt sich auch für Betriebe!“ Sie sind nämlich voll vorsteuerabzugsfähig. Noch dazu fällt bei der Privatnutzung des Firmenfahrzeugs der Sachbezug weg.

Und nicht zu vergessen: Als Fahrer eines Stromers braust man den Benzinern auf der Autobahn und auf der Schnellstraße davon. E-Autos sind nämlich dezidiert von den IG-L Geschwindigkeitsbeschränkungen ausgenommen.

Die wichtigsten Fakten zur Elektroauto Förderung 2019/2020 in der Zusammenfassung

  • maximaler Brutto-Listen für Privatpersonen: 50.000 Euro
  • maximaler Brutto-Listenpreis für Betriebe: 60.000 Euro
  • Prämientopf bis 31.12.2020: 93 Mio. Euro
  • Zusätzliche Förderung von Ladestationen in Mehrparteienhäusern
  • Zusätzliche Förderung von E-Lastenfahrrädern
  • Keine Prämie mehr für Plug-in-Hybriden
  • Keine Prämie für Range Extender Electric Vehicles

Eine Übersicht der Förderungen für Elektroautos in den Bundesländern in Österreich finden Sie hier.

Wie schnell sich doch die Zeiten ändern: War man vor drei Jahren noch skeptisch, ob mit der Förderung von Elektroautos das Interesse der Bevölkerung an elektrischer Mobilität tatsächlich wächst, stiegen die Ministerien aufgrund der starken Nachfrage im Jahr 2019 bereits auf die Förder-Bremse.

Unser Tipp an alle, die vorhaben, sich demnächst einen Stromer zuzulegen, lautet daher: Wenn Sie sich eine Förderung sichern wollen, sollten Sie mit der Anschaffung nicht mehr allzu lange warten.

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Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Gründer der OPTIFIN und Geschäftsführer einer Agentur hat er tagtäglich mit den Themen Immobilienfinanzierung und Finanzen zu tun. Er betreut und erstellt daher die Inhalte zu diesen Themen.

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