Diamanten als Geldanlage

Frauen haben viele Gründe diese Form des Kohlenstoffs zu lieben. Die kleinen, glitzernden Steine veredeln ihren Auftritt und wenn ein Diamant geschenkt wird, kann er die Wertschätzung über eine Person zum Ausdruck bringen. Anleger sollten unter gewissen Umständen diese besondere Form des Kohlenstoffs ebenfalls zu schätzen wissen. Die Wertentwicklung kann nämlich höher sein als bei so manchen Edelmetallen. Andererseits sind Diamanten nicht immer ein sicherer Hafen in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Die Geldanlage in die kleinen funkelnden Steine kann eine trickreiche, aber lukrative Angelegenheit sein, in die dieser Beitrag ein wenig Licht bringen möchte.

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Diamanten sind eine bisher wenig genutzte Geldanlage. Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 99296609 Copyright: monsitj

Welche Arten von Diamanten sind zu unterscheiden?

Edelmetalle werden ebenfalls sehr unterschiedlich genutzt und trotzdem wird nur ein Goldpreis mit allen möglichen Einflussfaktoren genannt und beachtet. Bei Diamanten ist die Unterscheidung wichtiger, da sich diese Edelsteine nicht beliebig einschmelzen und in eine andere Form bringen lassen. Aus diesem Grund werden drei wesentliche Gruppen der Diamanten unterschieden:

  • Industriediamanten
  • Schmuckdiamanten
  • und Anlagediamanten bzw. Investment Diamonds

Ohne nun die feinen Abweichungen zu besprechen, widmen wir uns generell der Wertentwicklung der unterschiedlichen Kategorien. Denn es müssen verschiedene Indikatoren Beachtung finden, um einschätzen zu können, ob eine Geldanlage in Diamanten eine Rendite bringt. Während der Preis von Industriediamanten in erster Linie vom erwarteten Produktionsoutput abhängt, orientiert sich die Wertentwicklung beim Schmuck an der Einkommensentwicklung. Der Wert von Investment Diamonds scheint sich jedoch stark am US-Dollar und an den Leitzinsen zu orientieren. Diese zwei Indikatoren erinnern stark an das gelbe Edelmetall Gold. Aber wegen dieser Dreiteilung der Diamanten können viele Investoren trotzdem in eine Falle tappen.

Hinweis: Die klassischen Industriediamanten werden mittlerweile ohnehin von synthetischen Fabrikaten ersetzt, da die Methoden zur Herstellung der Replikate immer kostengünstiger werden. Diese Gruppe kann demnach ausgeklammert werden.

Korrelation zwischen Gold und Diamanten

Normalerweise könnte ein Investor davon ausgehen, dass es sich bei Diamanten um ein Substitut zu Gold handelt. Beide Anlagen scheinen zu steigen, wenn die Zinsen und der US-Dollar runter gehen. Die beiden edlen Investments neigen in ruhigen Zeiten zu einem Korrelationskoeffizient von 1 hin. Wachstum für einen Wert heißt zumindest ein gewisses Wachstum für den anderen Wert. Doch in der Finanzkrise 2008 sah es plötzlich ganz anders aus. Damals büßte der Preis für Diamanten bis zu 30 Prozent ein, wie unter anderem die New York Times berichtete. Wir können aber durch die bereits erwähnte Betrachtung der verschiedenen Diamanten Kategorien sagen, warum dieser Effekt auftrat während das Gold in die Höhe schoss.

Der Einfluss der Schmuckdiamanten auf den gesamten Markt war so groß, dass auch der Preis für Anlagediamanten stark beeinflusst wurde. Das allgemein geringere Einkommen war hier der starke Faktor, den Gold gar nicht spürte. Wer auf einen Wertzuwachs seiner Anlage hofft, muss sich diese Betrachtung unbedingt zu Herzen nehmen. Zudem sind noch einige weitere Faktoren zu beachten.

Was muss beim Kauf von Anlagediamanten beachtet werden?

Leider ist der Ankauf von Diamanten nicht so einfach wie der Kauf von Gold oder Silber. Bei physischen Edelmetallen muss sich der Anleger nur fragen, wie schwer der Barren und ob das Stück rein ist. In Ausnahmefällen können manche Münzen einen zusätzlichen Sammlerwert besitzen, aber selbst dies ist ein Ausnahmefall. Bei einem Diamanten müssen viel mehr Aspekte beachtet werden:

  • Gewicht
  • Reinheit
  • Farbe
  • Schliff
  • Proportionen

All diese Merkmale können spätere Auswirkungen auf den Anlagewert der eigenen Diamanten besitzen. Außerdem sollten Investoren immer darauf achten von einem seriöse Händler zu kaufen, der zusammen mit den Diamanten ein Zertifikat aushändigt. In dieser Hinsicht gleicht der edle Rohstoff sogar Goldmünzen oder Silbermünzen.

Die zwei größten Vorteile von Diamanten?

Diamanten stellen bestimmt keine einfache Geldanlage dar, wie wir durch all die dargestellten Aspekte gezeigt haben. Trotzdem können zwei Gründe sehr stark für ein wenig edles Glitzern im Portfolio sprechen. Zum einen kann dieser gepresste Kohlenstoff während manchen Wirtschaftsphasen viel mehr Wertzuwachs erleben als beispielsweise Gold. Die Herausforderung für den Investor ist selbstverständlich diese Phasen zu identifizieren.

Zum anderen stellen Diamanten eine sehr platzsparende und komfortable Anlageform dar. In unserer heutigen Welt, wo der Großteil unseres Geldes nur mehr digital existiert, denken wir an diesen Vorteil oft gar nicht. Wenn jedoch viel Geldwert auf ein kleines Gewicht und kleine Größe gepresst ist, dann lässt sich dieses Geld unauffälliger und damit sicherer aufbewahren. In dieser Hinsicht haben die Diamanten gegenüber dem physischen Gold die Nase vorn.

Tipp: Gerade wenn es um die langfristigere Sicherung des Vermögens geht, dann kann es sich lohnen, den teuren Kohlenstoff im Ausland zu kaufen. In der Schweiz wird weniger Umsatzsteuer fällig und in Dubai entfällt dieser Kostenpunkt vollkommen. Bei der Einfuhr nach Österreich muss diese Steuer zwar nachgezahlt werden, aber wenn sie erst einmal dort in einem Bankfach liegen, dann bleiben die Diamanten erst einmal steuerfrei.

Weitere Informationen:

Wallstreet Online zu Diamanten

 

Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Inhaber und Geschäftsführer einer Agentur ist er mit dem Unternehmertum und wirtschaftlichen Aspekten bestens vertraut und der ideale Ansprechpartner wenn es sich um Steuern, Finanzen und Wohnraumfinanzierung handelt.