5 Euro Münze

Als Sammlerobjekte gibt es sie in der Alpenrepublik schon lange: die silbernen 5-Euro Münzen zu verschiedenen Anlässen. Für eine Transaktion im Einzelhandel will jedoch kaum jemand diese wertvollen Geldstücke verwenden. In Deutschland liegen 5 Euro Münzen jedoch seit 2016 schon das eine oder andere Mal auf der Ladentheke. Dort wurde nämlich offiziell eingeführt, worüber in Österreich nur gesprochen wird. Der kleinste Schein soll zunehmend durch dieses Hartgeld ersetzt werden. Das ergibt bezüglich der Inflation seit der Einführung des Euros Sinn. Außerdem soll es sich bei dem neuen Geldstück um die fälschungssicherste Münze überhaupt handeln. Die Geldfälscherbanden steigen nämlich zunehmend auf kleine Scheine und Euromünzen um, da diese nicht so genau kontrolliert werden.

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Die neue 5 Euro Münze, die 2016 zuerst in Deutschland ausgegeben wurde. Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 127553972 Copyright: SiegfriedKopp
Hinweis: Die österreichischen Gedenkmünzen aus Silber oder Kupfer müssen in Läden als offizielles Zahlungsmittel akzeptiert werden. Wegen dem angesprochenen Sammlerwert werden die Special Editions der Münze Österreich AG jedoch selten für gewöhnliche Transaktionen verwendet. Immerhin steigt ihr Wert zunehmen über die Jahre an.

Welche Technologie macht die 5 Euro Münze so fälschungssicher?

An der entsprechenden Technik, um diese zu Münze zu kreieren, wurde jahrelang gearbeitet. Der Knackpunkt ist die Verbindung von drei Materialien. Dieses Prinzip wird „Tri Materials Coins“ genannt. Ganz innen und ganz außen werden zwei unterschiedliche Metalle verwendet. Diese beiden Teile werden über einen Kunststoffring verbunden, der den Knackpunkt darstellt. In diesem mittleren Ring können nämlich verschiedene Merkmale eingebaut werden, die zur Fälschungssicherheit beitragen. Die Absicherung funktioniert ähnlich wie bei Geldscheinen und den dortigen Wasserzeichen bzw. den Kipp-Effekten.

Es soll übrigens bereits Anfragen nach den „Tri Material Coins“ aus anderen Ländern geben. Diese Technologie könnte sich folglich schnell verbreiten und dem Zahlungsverkehr eine ordentliche Portion mehr Sicherheit verleihen.

Das Problem der Geldfälschung bei Münzen

Laien würden nun einwerfen, dass die Geldfälschung bei Münzen ein untergeordnetes Problem darstellt. Schließlich wird in den Medien immer nur über die Fälschung von Papiergeld gesprochen. Tatsächlich besitzt die Münzfälschung eine extrem lange Tradition, welche unter anderem zum Siegeszug des Papiergeldes führte. Schon Adam Smith, der Urvater der Ökonomie, beklagte in seinem großen Werk „Der Wohlstand der Nationen“, wie die damaligen Silbermünzen immer mehr an Gewicht oder Silberanteil verloren, da diverse Landesfürsten so ihr erhöhten Ausgaben decken wollten. Übrigens handelte es sich dabei auch um einen Erklärungsversuch der Geldentwertung, die wir heute Inflation nennen. Dadurch ergab sich der Bedarf bei jeder Transaktion eine Waage mitzuführen. Dies negierte wiederum den Vorteil einer Währung, nämlich den leichten Austausch von Geld und Gütern.

Durch die hohe Fälschungssicherheit der Euro Noten kehrten viele Kriminelle in den letzten Jahren wieder zu dieser Tradition zurück. Münzen lassen sich nämlich viel günstiger fälschen und kosteneffizienter unters Volk bringen, da niemand damit rechnet, falsches Hartgeld in die Hand gedrückt zu bekommen und sehr wenige Menschen führen auch heute Waagen mit sich um die Echtheit zu prüfen. Die neue 5 Euro Münze soll diesem Trend Einhalt gebieten.

Wie viele 5 Euro Münzen befinden sich im Umlauf?

Bei dieser Frage muss zwischen zwei verschiedenen Arten von Münzen unterschieden werden. Zum einen wurde eine Charge von 250.000 Sammlermünzen mit dem Titel „Planet Erde“ aufgelegt. Diese besondere Version ist für den Preis von 15,55 Euro erhältlich. Die spezielle Version wird folglich nicht den normalen Handel erleben, da es sich umgehend um ein Verlustgeschäft von 10,55 Euro handeln würde.

Doch darüber hinaus wurden noch 2 Millionen weitere 5 Euro Münzen in der ersten Auflage produziert, die tatsächlich in den Handel und damit auf den Thresen kommen sollen. Ausgegeben wurden diese Versionen aber zunächst nur durch die Deutsche Bundesbank. Es dürfte also einige Zeit dauern, bis die 5 Euro Münze in Deutschland zu einem alltäglichen Anblick wird. Sollte sich das neue Konzept jedoch bewähren, dann dürfte die Münze auch bald in Österreich in den Brieftaschen stecken.

Hinweis: In Deutschland wird im Prinzip ein Testlauf zur Technologie an sich durchgeführt. Sollte sich die „Tri Materials Coin“ bewähren, könnte nicht nur der 5 Euro Schein ersetzt werden, sondern auch die 1 Euro und 2 Euro Münzen bald eine Designänderung erfahren.

Weitere Informationen

https://www.muenzeoesterreich.at/statische_seiten/ausgabeprogramm

http://oe3.orf.at/stories/2725107/

 

 

Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Inhaber und Geschäftsführer einer Agentur ist er mit dem Unternehmertum und wirtschaftlichen Aspekten bestens vertraut und der ideale Ansprechpartner wenn es sich um Steuern, Finanzen und Wohnraumfinanzierung handelt.

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