Pflegestufen

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Höhe des Pflegegeldes wird in Österreich je nach Pflegebedarf und unabhängig von der Ursache der Bedürftigkeit, in sieben Pflegestufen gewährt.
  • Die Zuordnung zu einer Pflegestufe erfolgt durch einen medizinischen Gutachter.
  • Bestimmte Personen erhalten auch ohne Prüfung des Pflegebedarf eine Mindesteinstufung, zum Beispiel Rollstuhlfahrer oder blinde Personen.

Die Pflegestufen und Höhe des Pflegegeldes (Stand 2019)

Pflegestufen
Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 14659928, Copyright: ginasanders

Je nach Pflegebedarf wird die Höhe des Pflegegeldes in Österreich in sieben Stufen gewährt. Das Pflegegeld wird dabei unabhängig von der Ursache der Bedürftigkeit errechnet und richtet sich immer nach dem Pflegebedarf. Dieser wird jedoch erst ab einem Aufwand von mehr als 65 Stunden monatlich berücksichtigt.

Die Zuordnung zu einer Pflegestufe erfolgt durch einen medizinischen Gutachter. Ein Arzt beurteilt bei einem Hausbesuch bei der pflegebedürftigen Person den Schweregrad der Einschränkung. Bei der Untersuchung zur Zuordnung der jeweiligen Pflegestufe muss in der Regel zumindest ein Angehöriger des Pflegebedürftigen anwesend sein, insbesondere dann, wenn die zu pflegende Person sich nicht selbst ausdrücken kann.

PflegestufePflegebedarfPflegegeld
Stufe 1über 65 Stunden/Monat€ 157,30
Stufe 2über 95 Stunden/Monat€ 290,00
Stufe 3über 120 Stunden/Monat€ 451,80
Stufe 4über 160 Stunden/Monat€ 677,60
Stufe 5über 180 Stunden/Monat€ 920,30
Stufe 6über 180 Stunden/Monat und zeitlich unkoordinierbare Betreuungsmaßnahmen und dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson€ 1.285,20
Stufe 7über 180 Stunden/Monat und
Bewegungsunfähigkeit
€ 1.688,90

Mindesteinstufung

Bestimmte Personen erhalten auch ohne Prüfung des Pflegebedarf eine Mindesteinstufung:

  • Rollstuhfahrer (Stufe 3-5)
  • Personen mit einer hochgradigen Sehbehinderung (Stufe 3)
  • blinde Personen (Stufe 4)
  • taubblinde Personen (Stufe 5)

Pauschale Erschwerniszulage

Ein Erschwerniszuschlag wird zum Beispiel bei schwerstbehinderten Kindern gewährt:

  • 50 Stunden: vom 1. bis zum 7. Lebensjahr
  • 75 Stunden: vom 7. bis zum 15. Lebensjahr
  • 20 Stunden: ab dem vollendeten 15. Lebensjahr

Liegen zumindest zwei Funktionsstörungen vor, wird ein pauschaler Erschwerniszuschlag in der Höhe von 50 Stunden pro Monat für die Pflege eines schwerstbehinderten Kindes bis zu dessen siebten Geburtstag gewährt.
Im Anschluss werden 75 Stunden bis zum 15. Geburtstag berücksichtigt.

24- Stunden Pflege

Muss eine Person, die mindestens der Pflegestufe 3 zugeordnet ist und deren monatliches Nettoeinkommen unter 2.500 Euro liegt rund um die Uhr betreut werden, besteht für diese Person oder ihre Angehörigen der Anspruch auf eine Förderung.

Das Pflegegeld, die Wohnbeihilfe oder die Familienbeihilfe gelten nicht als Einkommen. Ebenfalls wird das Vermögen der pflegebedürftigen Person außer Acht gelassen.

Christina Weiß

Christina Weiß

Als ausgebildete Marktkommunikatorin befasst sich Christina seit einigen Jahren intensiv mit der Erstellung von optimalen Inhalten. Im Besonderen spezialisierte sie sich dabei auf das Verfassen von Finanz- und Rechtstexten, bei welchen ihr das wirtschaftliche Interesse, eine schnelle Auffassungsgabe und ihre klar strukturierte Arbeitsweise zugute kommen.

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