Motivationsschreiben

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Motivationsschreiben ist eine Ergänzung des Bewerbungsschreibens in der die persönliche Eignung des Bewerbers hervorgehoben wird.
    Es unterscheidet sich klar vom Anschreiben.
  • Für das Motivationsschreiben sollte man genügend Zeit einplanen, da es sich auf die Stellenausschreibung beziehen sollte und das Anschreiben und den Lebenslauf nicht wiederholen darf.
  • Das Motivationsschreiben beinhaltet die Fähigkeiten, Talente und Erfahrungen des Bewerbers. Weiters schildert dieser, warum er diesen Job gern hätte.

Ist das formale Anschreiben und der Lebenslauf für die Bewerbung bereits erledigt, so gilt es ein Motivationsschreiben zu verfassen. Dieses bietet die optimale Möglichkeit, Begeisterung und Interesse an dem jeweiligen Unternehmen und der Tätigkeit zu zeigen.
Worauf es bei einem Motivationsschreiben ankommt, was es beinhalten sollte und hilfreiche Tipps findet man im folgenden Ratgeber.

Was ist ein Motivationsschreiben?

Motivationsschreiben
Quelle: bigstockphoto.com – Stockfoto-ID: 257353942, Copyright: TeroVesalainen

Das Motivationsschreiben ist der persönlichste Teil der Bewerbung und findet seinen Platz hinter dem Anschreiben und dem Lebenslauf auf der dritten Seite der Bewerbungsunterlagen.

Im Motivationsschreiben hat man die Chance, das Interesse am Unternehmen zu unterstreichen und zu formulieren, warum man aufgrund persönlicher Alleinstellungsmerkmale die richtige Person für den Job ist.

Was bringt es mir?

Manchmal reicht ein Anschreiben und ein Lebenslauf nicht aus, um sich von anderen Bewerbern abzugrenzen. Im Motivationsschreiben kann ausführlicher erklärt werden, warum man motiviert ist und was die Gründe sind, dass man für den Job besser geeignet ist als andere.

Dabei sollte man nicht nur auf die zuletzt absolvierte Ausbildung anspielen, sondern kann auch gerne die eigene Persönlichkeit und Kreativität mit einbringen. Sich seiner Fähigkeiten bewusst zu sein und das auch zu zeigen, erfordert Mut, kann jedoch belohnt werden.

Aber Achtung: Selbstbewusst zu sein, ist zwar gut, man sollte jedoch nicht übertreiben und arrogant wirken.

Wann ist ein Motivationsschreiben notwendig?

Während Unternehmen nicht immer ein Motivationsschreiben zur Bewerbung fordern, ist dieses bei Bewerbungen für Stipendien, berufsbegleitenden Studiengängen und Initiativbewerbungen ein fester Bestandteil.

Auch wenn ein Motivationsschreiben nicht explizit gefordert wird, kann die beigelegte Ergänzung in der Bewerbung einen wesentlichen Einfluss auf die Entscheidung des Unternehmens haben.

Durch das Motivationsschreiben können die Erfahrungen im Lebenslauf noch einmal hervorgehoben werden und auch persönliche Eigenschaften können näher beschrieben werden.

Unterschied Motivationsschreiben und Bewerbungsschreiben

Das Motivationsschreiben wird häufig mit dem Anschreiben einer Bewerbung gleichgesetzt. Es bestehen jedoch einige Unterschiede, die man bei der Erstellung auf jeden Fall berücksichtigen sollte. Ansonsten kann das Motivationsschreiben schnell klingen wie eine Wiederholung des Anschreibens. Bereits erwähntes sollte im Motivationsschreiben nicht wieder vorkommen, vielmehr sollte es eine Ergänzung der Bewerbung darstellen.

Worin liegen also die Unterschiede?

  • Während man sich im Anschreiben eher auf die fachliche Eignung aufgrund Ausbildungen und beruflichen Stationen konzentriert, bezieht man sich im Motivationsschreiben verstärkt auf den persönlichen Antrieb für den Job bzw. die Ausbildung.
  • Es wird die eigene Persönlichkeit in den Vordergrund gerückt.
  • Private Interessen wie beispielsweise ehrenamtliches Engagement können aufgezählt und ausführlicher beschrieben werden. Auch konkrete Ziele, die man mit der angestrebten Position erreichen will, können erwähnt werden.

Aufbau eines Motivationsschreibens

Gleich wie das Anschreiben, sollte auch das Motivationsschreiben nicht mehr als eine DIN A4 Seite umfassen. Je mehr Struktur diese Seite aufweist, desto angenehmer ist sie zu lesen.

Grundsätzlich kann ein Motivationsschreiben als normaler Fließtext, aber auch in Form einer Aufzählung erstellt werden.

Auch Mischformen sind möglich. Eine pauschale Empfehlung, welcher Form besser ankommt, gibt es nicht. Man sollte sich daher überlegen, welche Variante besser zum Unternehmen und zum Wunschjob passt.

Motivationsschreiben als Aufzählung

Man verzichtet auf lange Sätze und arbeitet stattdessen mit Schlüsselbegriffen. Das hat den Vorteil, dass der Inhalt schnell erfasst werden kann. Diese Form eignet sich auch ideal für Personen, die nicht wirklich gut formulieren können.

Der Nachteil der Aufzählung: Sie wirkt unpersönlicher und wenig einzigartig. Wenn man sich also für die Aufzählung entscheidet, sollte man unbedingt individuelle und aussagekräftige Begriffe verwenden, damit das Motivationsschreiben nicht abgedroschen klingt.

Motivationsschreiben mit Fließtext

Man gliedert die einzelnen Inhalte zunächst in Absätze. Durch den Fließtext erhält das Schreiben mehr Briefcharakter, verliert jedoch an Übersichtlichkeit. Um dem Motivationsschreiben trotzdem Struktur zu verleihen, sollte man kurze Absätze bilden, diese unterstützen bei der Orientierung. Auch Zwischenüberschriften eignen sich gut um den Text zu strukturieren.

Inhalt eines Motivationsschreibens (Fließtextvariante)

Briefkopf

Im Briefkopf sollten die Kontaktdaten auf den ersten Blick ersichtlich sein. Dazu zählt der Name, die Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und das Datum.

Aussagekräftige Überschrift

Die Überschrift sollte das Interesse des Lesenden wecken. Überschriften wie “Motivationsschreiben” sind daher nicht die beste Wahl.

Mögliche Alternativen wären beispielsweise:

  • “Warum ich mich bei Ihnen bewerbe”
  • “Warum ich für den Job am besten geeignet bin”
  • “Über mich” oder
  • “Meine Motivation”

Einleitung

Nach einer aussagekräftigen Überschrift sollte man auf Standardfloskeln in der Einleitung verzichten. Seien Sie kreativ und selbstbewusst, aber nicht überheblich. Hier kann man auch gleich damit starten, seine Stärken zu beschreiben.

Mögliche Stärken sind:

  • Teamfähigkeit
  • Anpassungsfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Flexibilität
  • Freundlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Kreativität

Hauptteil

Im Hauptteil sollte man von sich selbst erzählen, ohne Inhalte aus dem Anschreiben zu wiederholen. Vielmehr kann man hier ergänzen, wofür im Anschreiben und Lebenslauf kein Platz mehr war.

Wichtig ist vor allem, persönliche Werte, Zusatzqualifikationen oder soziales Engagement anzusprechen. Fachliche Kompetenzen und persönliche Stärken sollten stets mit Beispielen aus dem Arbeitsalltag.

Diese Leitfragen können bei der Formulierung des Hauptteils helfen:

  • Warum will ich diese Stelle/ Ausbildung?
  • Welchen Mehrwert biete ich hierfür?
  • Warum bin ich der ideale Kandidat für diese Position?
  • Welche beruflichen und privaten Ziele verfolge ich?
  • Warum sollte ich gefördert werden?
  • Was will ich genau für dieses Unternehmen arbeiten?
  • Welche Werte sind mir wichtig?

Schluss

Zum Abschluss kann das Motivationsschreiben abgerundet werden, indem man erwähnt, dass man sich über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freuen würde bzw. das Unternehmen gerne näher kennenlernen möchte.

Unter das fertige Motivationsschreiben setzt man nun eine Unterschrift.

Christina Weiß

Christina Weiß

Als ausgebildete Marktkommunikatorin befasst sich Christina seit einigen Jahren intensiv mit der Erstellung von optimalen Inhalten. Im Besonderen spezialisierte sie sich dabei auf das Verfassen von Finanz- und Rechtstexten, bei welchen ihr das wirtschaftliche Interesse, eine schnelle Auffassungsgabe und ihre klar strukturierte Arbeitsweise zugute kommen.

Hinweis:

Der Artikel wurde sorgfältig recherchiert. Dennoch kann keine Haftung für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte und weiterführenden Links übernommen werden.

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