Mindestpension

Das Wichtigste in Kürze
  • In Österreich gibt es keine Mindestpension. Besteht jedoch der soziale Bedarf aufgrund einer sehr geringen Pension, kann ein Antrag auf Ausgleichszulage gestellt werden. Diese wird umgangssprachlich oft als Mindestpension bezeichnet.
  • Hat man mindestens 30 Beitragsjahre in der Pensionsversicherung erworben, erhält man in der Pension eine erhöhte Ausgleichszulage.
  • Voraussetzung für den Erhalt einer Ausgleichszulage ist, dass man in Österreich lebt und das monatliche Einkommen als alleinstehende Person weniger als 933,06 Euro, oder als Ehepaar weniger als 1.398,97 Euro beträgt.

 
Zunächst gilt es zu klären, dass es in Österreich keine Mindestpension gibt. Wird nur eine sehr geringe Pension bezogen, und besteht daher der soziale Bedarf, besteht die Möglichkeit des Erhalts einer Ausgleichszulage.
Diese Ausgleichszulage wird umgangssprachlich oft als Mindestpension bezeichnet und soll jedem Pensionsbezieher in Österreich ein Mindesteinkommen sichern.

Mindestpension
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Das bedeutet, dass jeder Pensionsbezieher, dessen Gesamteinkommen (Bruttopension+sonstige Nettoeinkommen+ eventuelle Unterhaltsansprüche) unter dem bestimmten gesetzlichen Richtsatz (Mindestpension) liegt, eine Ausgleichszulage zur Aufstockung des Gesamteinkommens erhält. Jeder Antrag auf Pension gilt als ein Antrag auf Ausgleichszulage.
 

Wer erhält eine Mindestpension/ Ausgleichszulage?

Man erhält eine Ausgleichszulage, wenn man in Österreich lebt und das monatliche Einkommen als alleinstehende Person weniger als 933,06 Euro, oder als Ehepaar weniger als 1.398,97 Euro beträgt.

Ausgleichszulage Plus

Hat man mindestens 30 Beitragsjahre in der Pensionsversicherung erworben, erhält man in der Pension eine erhöhte Ausgleichszulage.
Ob Anspruch auf eine erhöhte Ausgleichszulage besteht, kann jemanden die Pensionsversicherungsanstalt sagen. Der Richtsatz liegt bei 1.048,57 Euro.

Mindestpension bei Frauen

Viele Frauen sind von dem Schicksal betroffen, dass sie zwar viele Arbeitsjahre vorweisen können, jedoch nur sehr wenig Geld am Pensionskonto haben.

Grund dafür ist, dass Frauen häufig in Branchen arbeiten, in denen vergleichsweise niedrige Löhne und Gehälter bezahlt werden. Diese sind zum Beispiel im Gesundheits- oder Dienstleistungsbereich. Auch wenn man beispielsweise das ganze Berufsleben als Frisörin oder Pflegerin arbeitet, läuft das oft nur auf die Mindestpension hinaus.

Außerdem sind Frauen oft längere Zeiträume in einer Teilzeitbeschäftigung erwerbstätig, da sie sich um Haushalt und Kinder kümmern.

Erhöhung der Ausgleichszulage

Seit Beginn des Jahres 2017 erhalten alleinstehende Personen, die mindestens 30 Jahre einer sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit nachgegangen sind und dabei schlecht verdient haben, eine erhöhte Ausgleichszulage. Die Mindestpension beträgt demnach 1.000 Euro pro Monat.
Das bedeutet, dass egal wie gering der berechnete Pensionsanspruch ausfällt, der Staat den Differenzbetrag auf den Tausender übernimmt.

Aber Achtung, diese Regelung gilt nur für alleinstehende Personen.
Jede Form von Zusatzeinkommen wie Unterhaltszahlungen durch eine Scheidung, geringfügige Zusatzeinkommen oder Einnahmen aus einer Vermietung oder Verpachtung werden berücksichtigt und dementsprechend abgezogen. Es wird lediglich die Differenz zwischen der Einkunftshöhe und den 1.000 Euro bezahlt.

Christina Weiß

Christina Weiß

Als ausgebildete Marktkommunikatorin befasst sich Christina seit einigen Jahren intensiv mit der Erstellung von optimalen Inhalten. Im Besonderen spezialisierte sie sich dabei auf das Texten von Finanz- und Rechtstexten, bei welchen ihr das wirtschaftliche Interesse, eine schnelle Auffassungsgabe und ihre klar strukturierte Arbeitsweise zugute kommen.

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