Kilometergeld

Das Wichtigste in Kürze
  • Durch das Kilometergeld werden in Österreich Dienstfahrten mit dem privaten PKW, Motorrad oder Fahrrad pauschal abgegolten. Je nach Fahrzeugtype unterscheidet sich die Höhe des Kilometergelds.
  • Mit dem Kilometergeld sollen Aufwendungen des Arbeitnehmers für sein privates Fahrzeug abgegolten werden. Zu diesen Ausgaben zählen beispielsweise die Absetzung für die Abnutzung, Treibstoffkosten, Steuern und Gebühren sowie Kosten für Service, Reparatur und Wartung.
  • Bei Fahrten zwischen dem Wohn- und Dienstort handelt es sich um Privatfahrten, diese werden mit dem Verkehrsabsetzbetrag bzw. das Pendlerpauschale und dem Pendlereuro abgegolten.

Unternimmt man Dienstfahrten für den Arbeitgeber mit dem privaten Fahrzeug (Auto, Motorrad oder Fahrrad), so können diese in Österreich durch das amtliche Kilometergeld pauschal abgegolten werden.
Der Arbeitgeber ersetzt dem Arbeitnehmer dabei die Kosten je gefahrenem Kilometer. Dieser Fahrtkostenersatz kann für die ersten 30.000 Kilometer mit dem PKW und den ersten 1.500 Kilometer mit dem Fahrrad, steuerfrei ausgezahlt werden.

Damit der Kostenersatz steuerfrei beim Dienstnehmer ankommt, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Im Fall einer Dienstfahrt
  • der amtliche Kilometer- Höchstsatz wird nicht überschritten
  • der Arbeitnehmer kommt für den Betrieb des Fahrzeugs selbst auf (es muss
  • jedoch nicht auf ihn zugelassen sein)
  • es wird ein Fahrtenbuch über die Dienstfahrten geführt oder es liegen
  • sonstige Unterlagen als Nachweis vor, die die gefahrenen Kilometer belegen

Kilometergeld auch für Radfahrer

Selbst wenn man den Weg einer Dienstfahrt nicht mit dem Auto zurücklegt, besteht die Option, Kilometergeld zu erhalten. So ist der Erhalt auch für Fußgänger und Fahrradfahrer möglich, wenn die Distanz mehr als zwei Kilometer beträgt.

Hierbei sollte man selbst entscheiden, ob ich der Aufwand lohnt. Das amtliche Kilometergeld im Jahr liegt dabei bei 38 Cent pro Kilometer (Stand 2019).

Sind die Ausgaben für ein Fahrzeug nachweislich höher als das Kilometergeld, besteht die Möglichkeit, die Differenz beim jährlichen Lohnsteuerausgleich/der jährlichen Arbeitnehmerveranlagung als Werbungskosten geltend zu machen.

Welche Aufwendungen werden durch das Kilometergeld abgegolten?

  • Treibstoff und Öl
  • Absetzung für Abnutzung/ Wertverlust
  • Reparatur- Service und Wartungskosten für den laufenden Betrieb
  • alle Versicherungen (inklusive Kasko- Insassen- und
  • Rechtsschutzversicherung)
  • Zusätzliche Ausrüstung (Winterreifen, Schneeketten, Navigationsgerät)
  • Steuern und Gebühren
  • Mitgliedsbeiträge von Autofahrerclubs
  • Finanzierungskosten (Kredit, Leasing)
  • Park- und Mautgebühren
  • Autobahnvignette

Höhe des Kilometergelds in Österreich (Stand 2019)

FahrzeugtypKilometergeld in Euro
PKW0,42
Motorrad und Motorfahrrad0,24
je mitfahrender Person0,05
Fahrrad oder E-Bike bzw. zu Fuß0,38

Die angeführten Beträge werden in der Tabelle werden pro gefahrenem Kilometer ausgezahlt. Für maximal 30.000 Euro kann das amtliche Kilometergeld steuerfrei ausbezahlt werden.

Fahrten zwischen dem Wohn- und Dienstort

Kilometergeld
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Bei Fahrten zwischen dem Wohn- und Dienstort handelt es sich um Privatfahrten, diese werden mit dem Verkehrsabsetzbetrag bzw. das Pendlerpauschale und dem Pendlereuro abgegolten.
Unter Dienstort versteht man dabei den Ort, an dem der Dienstnehmer regelmäßig für den Arbeitgeber tätig ist. Erhält der Arbeitnehmer einen Fahrtkostenersatz für die Fahrt zwischen der Wohnung und dem Dienstort, ist dieser steuerpflichtig.

Dienstreise

Verlässt der Arbeitnehmer seinen Dienstort vorübergehend, um einen ihm zugeteilten Auftrag zu erfüllen, liegt eine Dienstreise vor. Fährt man von der Arbeitsstelle zum Ort des Einsatzes und zurück zur Arbeitsstelle, kann ein Fahrtkostenersatz in der Zeit nicht begrenzt ausgezahlt werden.
Tritt man die Dienstreise vom Wohnort aus an, gilt die Strecke von zu Hause zum Kunden als Dienstfahrt (zum Beispiel wenn ein Außendienstmitarbeiter direkt von zuhause zu seinen Kunden fährt).

Kilometergeld bei mehreren Dienstorten

Hat man als Arbeitnehmer mehrere Arbeitsorte, zwischen denen man mit dem eigenen PKW, Motorrad oder Fahrrad pendelt, gilt die Fahrt vom Wohnort zur Hauptarbeitsstätte als private Fahrt. Die Hauptarbeitsstätte ist der Ort, an der man durchschnittlich am häufigsten tätig ist.
Eine Fahrt zwischen den einzelnen Arbeitsorten ist jedoch eine Dienstfahrt. Das dafür ausbezahlte Kilometergeld ist steuerfrei.

Fährt man von zu Hause aus nach der Reihe zu den einzelnen Arbeitsorten und erhält dafür Kilometergeld, ist nur ein Teil davon steuerfrei, nämlich jener, der die Entfernung von der Strecke zwischen Wohnort und Hauptarbeitsort und retour, übersteigt. Nur für den notwendigen Umweg darf also Kilometergeld steuerfrei erhalten werden.

Familienheimfahrten

Wird der Dienstnehmer an einen Einsatzort geschickt, der so weit von seinem Wohnsitz entfernt ist, dass eine tägliche Rückkehr nicht zumutbar ist (in der Regel ab 120 Kilometer Entfernung), können für Fahrten vom Einsatzort zum Wohnsitz und zurück für den Aufenthalt zu Hause während arbeitsfreier Tage, Fahrtkostenvergütungen oder Kilometergelder höchstens einmal in der Woche steuerfrei ausbezahlt werden.
Die tatsächlich erfolgte Fahrt muss dem Dienstgeber nachgewiesen werden.

Christina Weiß

Christina Weiß

Als ausgebildete Marktkommunikatorin befasst sich Christina seit einigen Jahren intensiv mit der Erstellung von optimalen Inhalten. Im Besonderen spezialisierte sie sich dabei auf das Texten von Finanz- und Rechtstexten, bei welchen ihr das wirtschaftliche Interesse, eine schnelle Auffassungsgabe und ihre klar strukturierte Arbeitsweise zugute kommen.

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