Arbeitsrecht

Was ist das Arbeitsrecht?

Unter Arbeitsrecht versteht man alle Bestimmungen, die in öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Vereinbarungen die Rechte und Pflichten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgebern definieren.
Das Arbeitsrecht besteht somit aus einer Struktur an Gesetzen, Verordnungen und Verträgen.

Rechtsquellen des Arbeitsrechts

Das Arbeitsrecht basiert auf unterschiedliche Rechtsquellen, diese sind im Stufenbau der Rechtsordnung gegliedert:

  • Europarecht
  • Verfassungsrecht
  • Zwingendes Gesetzesrecht
  • Kollektivvertrag, Satzung
  • Betriebsvereinbarung
  • Arbeitsvertrag
  • Dispositives Gesetzesrecht
  • Weisung des Arbeitgebers

Homeoffice im Arbeitsrecht

Das Verrichten von digitaler Arbeit in den eigenen vier Wänden ist in aller Munde. Das ist verständlich, denn schließlich bietet Homeoffice aus Sicht vieler Arbeitnehmer zahlreiche Vorteile.

Mit dem Wegfall des Arbeitsweges etwa erspart sich so mancher Mitarbeiter bis zu vier Stunden pro Tag; der Entfall des beruflichen Pendelverkehrs schont zudem auch noch die Nerven.

Geschätzt wird vor allem die Ruhe, die das Büro in den eigenen vier Wänden bietet – das macht das Homeoffice zu einem Arbeitsplatz, der konzentriertes Arbeiten ermöglicht. Vor allem viele Arbeitnehmerinnen nennen noch einen weiteren Grund für ihre Sympathie für das Homeoffice: Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Eine gesetzliche Regelung gibt es trotz der zahlreichen Vorteile, die das Homeoffice bietet, derzeit jedoch noch nicht: Weder auf Bundesebene noch auf Ebene der EU ist Telearbeit in irgendeiner Form gesetzlich geregelt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, Homeoffice mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren, und im Dienstvertrag schriftlich festzuhalten. Im Netz finden Arbeitnehmer und Arbeitgeber dazu passende Mustervorlagen, wie etwa eine Homeoffice-Vereinbarung beim Wiener WEKA Verlag oder eine Zusatzvereinbarung zum Dienstvertrag bei der WKO.

Die gesetzliche Grundlage zum amtlichen Kilometergeld

Mit dem Kilometergeld werden alle Kosten, die Arbeitnehmern durch die Verwendung ihres privaten PKWs im Rahmen einer Dienstreise anfallen, pauschal abgegolten. Oft nehmen Arbeitnehmer an, dass sich das Finanzamt für die Auszahlung des Kilometergeldes verantwortlich zeichnet. Diese Annahme ist jedoch falsch. Wenn es um das Kilometergeld – und damit nicht um die Pendlerpauschale – geht, ist nicht das Finanzamt, sondern der Arbeitgeber die auszuzahlende Stelle.

Das Finanzamt kommt aber dann doch auch noch ins Spiel. Nämlich dann, wenn das Kilometergeld höher oder niedriger ist als der amtlich festgesetzte Betrag.

Die Rechtsquelle zum amtlichen Kilometergeld ist die Reisegebührenvorschrift 1955, abrufbar im Rechtsinformationssystem des Bundes.

Liegt das vom Arbeitgeber ausbezahlte Kilometergeld unter dem amtlich festgesetzten Betrag, kann der Arbeitnehmer die Differenz zwischen ausbezahltem und amtlichem Kilometergeld in der Arbeitnehmerveranlagung steuermindernd geltend machen.

Aber auch dann, wenn der ausbezahlte Betrag höher ist als das amtliche Kilometergeld, muss es in der Arbeitnehmerveranlagung Erwähnung finden. In diesem Fall kann es passieren, dass der Arbeitnehmer in die nächsthöhere Steuerklasse fällt, und mehr Steuern an das Finanzamt abführen muss. Um dies zu verhindern, ist es sinnvoll, sich schon im laufenden Jahr von einem Steuerberater zum Thema beraten zu lassen.

Bildungsteilzeit – Die rechtlichen Grundlagen

Bei der Bildungsteilzeit reduziert der Arbeitnehmer zum Zwecke einer Aus- oder Weiterbildung seine Arbeitszeit um mindestens 25 Prozent. Für die entfallenen Arbeitsstunden erhält er Bildungsteilzeitgeld vom Arbeitsmarktservice.

Voraussetzung für das Bildungsteilzeitgeld ist die Arbeitslosengeld -Bezugsberechtigung und ein vollversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis im Ausmaß von mindestens 10 Wochenstunden. Um das Bildungsteilzeitgeld im vollen Umfang ausschöpfen zu können, müssen laufend Besuchs-, Prüfungs- oder Fortschrittsbestätigungen erbracht werden.

Im Vergleich zur Bildungskarenz ist die Bildungsteilzeit ein Modell, das sich für Bezieher geringerer Einkommen eignet. Zudem besteht die Möglichkeit, die Bildungsteilzeit in mehreren Teilen in Anspruch zu nehmen.

Bei der Bildungsteilzeit darf die Arbeitszeit um maximal 50 Prozent reduziert werden. Benötigt der Arbeitnehmer mehr Zeit, um die ins Auge gefasste Aus- oder Weiterbildung absolvieren zu können, hat er die Möglichkeit, einen Antrag auf Bildungskarenz zu stellen.
Die gesetzliche Grundlage zum Thema Bildungsteilzeit ist im Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz geregelt. Der Antrag auf Bildungsteilzeit ist beim AMS zu stellen

Ein gelungenes Motivationsschreiben verfassen

„Wenn du den Job haben willst, dann musst du dich adäquat verkaufen können!“ Einer der gut gemeinten Ratschläge, die man oft von Freunden und Bekannten hört, wenn es um das Thema Bewerbung geht.

Verkaufen? Jein. Natürlich soll ein Bewerber sich, seine Kenntnisse und Fähigkeiten ins rechte Licht rücken. Viel wichtiger ist es jedoch, sich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren. Kurz: Man sollte sich nicht als etwas verkaufen, das man nicht ist.

Das Motivationsschreiben ist nach Anschreiben und Lebenslauf das dritte Dokument in der Bewerbungsmappe. Während das Anschreiben höflich und kurz und der Lebenslauf tabellarisch und förmlich ist, darf man beim Motivationsschreiben ruhig auch etwas mehr von sich selbst verraten. Bestenfalls schafft man es dadurch, sich von der Masse abzuheben und beim Personaler positiv im Gedächtnis zu bleiben.

Glaubwürdigkeit wird honoriert. Auch, wenn man vielfach darüber hört oder liest, welche Formalien in ein Motivationsschreiben gehören oder welche Floskeln man besser weglassen sollte: Ein erfolgreiches Motivationsschreiben ist auch immer ein authentisches. Spätestens dann, wenn der Bewerber dem Personaler gegenübersitzt, wird dieser einschätzen können, ob das Motivationsschreiben tatsächlich aus der Feder des Bewerbers stammt.

Verzichten Sie auf Muster und Vorlagen aus dem Netz. Personaler haben alle Internetschreiben schon mindestens ein Mal gesehen.

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Mario Schantl

Mario Schantl

Mario Schantl kann bereits jahrelange Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche aufweisen. Als Gründer der OPTIFIN und Geschäftsführer einer Agentur hat er tagtäglich mit den Themen Immobilienfinanzierung und Finanzen zu tun. Er betreut und erstellt daher die Inhalte zu diesen Themen.

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